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Das KWA-Wohnstift Rosenau will eine Tiefgarage bauen. Bewohner kämpfen aber um die Bäume.

– Das KWA-Wohnstift Rosenau plant eine Tiefgarage. Sie soll im Bereich des Haupteingangs an der Eichhornstraße gebaut werden. Während die Stadtverwaltung dies generell befürwortet, regt sich unter den Bewohnern Protest. Sie wehren sich gegen die vorgesehene Fällung von vier Bäumen, unter anderem einem Urwelt-Mammutbaum (Chinesisches Rotholz).

Die Verwaltung informierte im Technischen und Umweltausschuss über die Pläne. Zuvor schon hatten Bewohner an das Rathaus eine Protestnote geschickt, in der sie auf die Anfänge des Stifts hinweisen: „Schon vor über 30 Jahren wurde die Baugenehmigung nur erteilt, weil es vor dem Haus vier wunderbare Bäume gibt.“ Es seien viele Bewohner bereit, für die Bäume zu kämpfen. „Alle sind entsetzt“, sagte ein Bewohner der Rosenau zum SÜDKURIER. Ohne die Bäume sei der Blick frei auf den massiven Gebäudekomplex.

Die Bewohner schlagen vor, die Tiefgarage auf der Freifläche östlich der Gebäude zu bauen. Das befürwortet die Stadtverwaltung nicht. Sie setzt auf eine Tiefgarage mit 46 Stellplätzen im Eingangsbereich. Stattdessen sollen die Parkplätze auf der Ostseite aufgehoben werden. Dies begrüßt die Stadt, da sie an den Park der benachbarten Villa Douglas (Kliniken Schmieder) angrenzen. Er liegt in einem geschützten Grünzug. Bürgermeister Kurt Werner: „Die Tiefgarage wäre besser als die Parkplätze im Osten.“ Die Verwaltung befürwortet zudem die geplante Aufwertung des gesamten Eingangsbereichs der Rosenau. Peter Müller-Neff (FGL) begrüßte es generell, dass die Parkplätze im Osten aufgehoben werden sollen. Er wies aber auf die Bäume hin, die für die Tiefgarage weichen sollen. „Ein Baum ist sehr wertvoll. Über die anderen Bäume kann man streiten.“

Das KWA-Wohnstift will zudem den Bachlauf östlich der Gebäude verlegen, um den Park zu gestalten. Dies prüfe derzeit das Landratsamt, hieß es im Ausschuss. Es müsse jedenfalls ein qualifiziertes Freiraum-Konzept eines Landschaftsarchitekten vorgelegt werden, sagte Roland Jerusalem, der Leiter des Amts für Stadtplanung und Umwelt. Darüber werde mit der Leitung des Stifts gesprochen. Der Landschaftsgarten sei als Kulturdenkmal geschützt, berichtete der städtische Denkmalschützer Frank Mienhardt. Eine gartenhistorische Untersuchung müsse daher zugrunde gelegt werden. Die Stadt hatte schon bei einem geplanten Projekt der Kliniken Schmieder den Erhalt des Grünzugs durchgesetzt.

Mit den Bauplänen befasst sich der Beirat für Architektur und Gestaltung am Mittwoch, 15. Februar. Das Thema wird ab 15.30 Uhr behandelt.

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