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Konstanz Rekordbesuch bei Seenachtfest

12.08.2012
Konstanz -  110 000 Besucher strömen zu Konstanzer und Kreuzlinger Großveranstaltung

Konstanzer Seenachtsfest 2012 Feuerwerk  Bild: Bild:Oliver Hanser

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„Besser geht nicht“, resümiert Jürgen Wünsche von der veranstaltenden Event- und Festival-Management GmbH (EFM) aus Leinfelden-Echterdingen. Er geht von rund 50 000 bis 52 000 zahlenden Seenachtfest-Besuchern aus. Die Polizei schätzt rund 60 000 Gäste auf dem Konstanzer Veranstaltungsgelände. „Das kommt hin“, so Wünsche, da Kinder unter elf Jahren keinen Eintritt zahlen.
 

Jürgen Wünsche ist sehr zufrieden mit dem Verlauf, zumal bislang keine gravierenden negativen Vorkommnisse bekannt wurden. „Es war eine richtig schöne Stimmung“, so Wünsche. Das Kinderprogramm an der Seestraße hatte in diesem Jahr wenige Mitmach-Aktionen zu bieten. Pressesprecherin Elke Cosmo war selbst etwas enttäuscht und versprach: „Das Kinderprogramm bauen wir definitiv aus. Vielleicht machen wir wieder einen richtigen Spielejahrmarkt.“

EFM hatte in diesem Jahr einen Testlauf mit einem veränderten Pfandsystem unternommen. Statt des „teuren Cup-Konzepts“, wie Jürgen Wünsche formulierte, war jeder Stand in diesem Jahr selbst verantwortlich für die Rücknahme des Pfandgeschirrs. Das Manko für die Besucher: Sie mussten die Becher zumeist an demselben Stand abgeben, an welchem sie ihre Getränke besorgt hatten, was bei hohem Besucheraufkommen und beim Flanieren über das Festgelände zuweilen für Ungemach sorgte. „Es war nicht besonders besucherfreundlich“, gibt Jürgen Wünsche zu und äußert: „Nächstes Jahr machen wir es wieder anders.“





Was den Veranstalter allerdings angesichts des optimalen Festwetters erstaunte: „Der Besucherdruck kam erst gegen 20 Uhr.“ Gegen 21 Uhr/21.30 Uhr sei der Stadtgarten laut Veranstalter überfüllt gewesen. „Da mussten die Besucherströme umgeleitet werden.“

Staus verzeichnete die Polizeidirektion Konstanz auf den Straßen bereits ab 12 Uhr mittags. Höhepunkt sei gegen 19.45 Uhr mit einem Stau auf der B33 neu bis Höhe Ausfahrt Radolfzell gewesen, so Michael Aschenbrenner, Pressesprecher der Polizeidirektion Konstanz. Auch in Sachen Bahnverkehr machte sich der Massenandrang bemerkbar. Die Bundespolizeiinspektion Konstanz schätzt 20 000 Seenachtfestbesucher, die mit der Bahn anreisten, wie Pressesprecherin Bettina Stahl mitteilt. Die Sonderzüge hielten an manchen Bahnhöfen gar nicht mehr, da sie keine weiteren Passagiere aufnehmen konnten. Im Hautbahnhof Konstanz selbst sei es zu keinen gefährlichen Situationen gekommen, so Bettina Stahl. Die Bundespolizei sicherte die Übergänge und Gleise und sperrte zeitweise den Zugang von der Marktstätten-Unterführung. Nach dem Feuerwerk öffnete die Bundespolizei aufgrund des Massenandrangs den Bahnübergang Hafenstraße für Fußgänger.



Zu gravierenden Vorkommnissen sei es nicht gekommen, so Michael Aschenbrenner. Mit neun Freiheitsentziehungen, acht eingeleiteten Strafverfahren aufgrund von Körperverletzungen und drei Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz ist auch er aus Sicht der Polizei, gemessen an der Zahl der Besucher, mit dem Verlauf der Großveranstaltung zufrieden.

Die Veranstalter des Kreuzlinger Fantastical bewerten ihre parallel verlaufene Veranstaltung ebenfalls positiv. „Die Kantonspolizei Thurgau schätzt auf unserer Seite 50 000 Besucher“, so Markus Baiker, Chef des Fantastical-Organisationskomitees, und fügt an: „Es war eines der friedlichsten Feste.“ Lediglich um das Kreuzlinger Feuerwerk habe er ein wenig gebangt. „Wir hatten viel Wind aus Nord-Ost; das ist für uns heikel“, erklärt Baiker gegenüber dem SÜDKURIER, fügte aber an: „Der Wind hat pünktlich zum Start nachgelassen.“ Mit dem umgesetzten Konzept und dem facettenreichen Angebot an Workshops ist Markus Baiker zufrieden. Insbesondere die Salsa-Angebote mitsamt Live-Band seien so gut angenommen worden, dass er bereits eine Wiederauflage im Sinn hat. Da zum Fantastical kein Eintritt erhoben wird, das Programm aber gleichwohl refinanziert werden muss, haben die Veranstalter nun zum zweiten Mal einen Sympathiebutton für fünf Franken verkauft. Er sei von den Besuchern zwar besser angenommen worden, sollte aber noch das Entwicklungspotenzial ausschöpfen, so Markus Baiker.

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