KonstanzReise in die Fasnachtszeit [0]
Die Fasnacht ist eröffnet: Neben anderen Zünften hat auch der Narrenverein Schneckenburg die fünfte Jahreszeit eingeläutet. Mit einem vielfältigen Programm nahmen dessen Akteure beim ersten bunten Abend der Saison die Gäste im Lindensaal wahrlich mit auf eine Reise, auf einen närrischen Ausflug.
Fast nicht zu überbieten ist der Sketch „Tour de France“ mit Udo Dietrich (links) und Heinz Auer.
Konstanz – Bei Schneck-Tours ist das Reisefieber ausgebrochen. Die Fachleute der närrischen Tourismusbranche laden derzeit zu exklusiven Bahnreisen ab Hauptbahnhof Konstanz, der nach dem Prinzip der kurzen Wege direkt in den Lindensaal in Wollmatingen verlegt wurde, ein. Reiseleiter Jürgen Stöß und sein vor Phantasie sprühendes Team machen den Slogan wahr: „Mit Schneck-Tours fahren Sie in der ersten Klasse.“ Gleich mit einem Platzkonzert der Clowngruppe Schneckenburg wurde die Reisegruppe am „Hauptbahnhof Konstanz“ empfangen. Reiseleiter Jürgen Stöß ließ es sich nicht nehmen, die wichtigsten Gäste zu begrüßen. Ekki Moser, Dirk Mutter und Markus Deutinger jedoch legten Wert auf die Überprüfung der vollständigen Gästeliste und sangen zur Freude aller die Namen der Anwesenden vor. Der Zug („Was ist der Unterschied zwischen der Deutschen Bahn und der Mafia? – „Die Mafia ist organisiert“) hatte natürlich Verspätung und Dagmar Hohensteiner und Axel Zunker klärten über deren Konsequenzen auf, wogegen Arthur Bruderhofer wortgewandt und überzeugend die fünf Stufen des Alkoholgenusses darstellte. Am Bahnhofsschalter war kein Vorbeikommen, denn dort standen Ekki Moser und Heinz Auer und bewiesen mit ihrer brillanten Nummer, wie perfekt verbale, nicht-akkustische Kommunikation funktioniert. Ein Sketch der besonderen Art, der TV-fasnachtsverdächtig ist. Lebenshilfe war mit den „Vier von der Bahnhofsmission“ garantiert, nicht zuletzt mit dem zu beherzigenden Rat „Tu's mischen“. Auf dem Bahnhof ging es turbulent zu. Die Reisenden lernten während der Wartezeit die schillerndsten Persönlichkeiten kennen – darunter den Piloten Gene Bruderhofer und den Reisenden Alexander Urban, die aus ihrem bewegten Leben berichteten -, sie schauten in ein Reisebüro, lernten die Chansonnette (Robert Welti) kennen, die vom Fettnäpfchenhüpfen von Stadtmarketing und Spital sang und der Weltstadt Konstanz Adieu sagte. Die Reisenden wurden überraschend Zeuge eines Gesprächs zwischen einem ICE und einer Diesellok, die die Konstanzer Golden Gate Bridge bewunderten, und sie nahmen an der Castingshow am Bahnhofsklo teil. Selbstverständlich wurde am Bahnhof auch Sport betrieben, und zwar nicht nur von Kinder-, Damen- und Männerballett. Vielmehr fieberten die Umstehenden bei der Tour de France mit, bei der die Gäste fast nicht mehr aus dem Lachen kamen; dieser Sketch ist eigentlich nicht mehr zu überbieten. Weitere Reisetermine mit Schneck-Tours: 13. und 14. November, jeweils 20 Uhr im Lindesaal in Wollmatingen. Weitere Artikel zu: |



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