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Reichenau Reichenauer Gemeinderäte wollen höhere Gebühren fürs Parken

Auch das kostenlose Abstellen der Fahrzeuge auf dem Rathausplatz wird kritisiert. Im vergangenen Jahr nahm die Gemeinde rund 53 000 Euro aus Parkgebühren ein.

Nach Abzug aller Ausgaben hat die Gemeinde Reichenau im Jahr 2016 rund 53 500 Euro aus Parkgebühren auf einigen Parkplätzen, dem Wohnmobilstellplatz und durch Strafzettel eingenommen. Dies erklärte Hauptamtsleiter Mario Streib im Gemeinderat.

Werner Keller (CDU), der schon seit Monaten immer wieder bei der Verwaltung wegen einer Bilanz der Parkraumbewirtschaftung angefragt hatte, monierte, dass dieses Thema nicht schon im Winter diskutiert wurde. Er plädierte für höhere Parkgebühren. „Die Parkplätze haben sehr viel Geld gekostet.“ Damit könnte man die Tagestouristen an den Kosten für die Infrastruktur beteiligen, was die Übernachtungsgäste über die Kurtaxe bezahlen. Ralf Blum (CDU) fügte an, es sollte in der Debatte nicht nur über die Gebührenhöhe gehen, sondern auch um die zulässige Parkdauer auf den einzelnen Plätzen. Das habe sich zum Teil nicht bewährt. Und ebenso wie die CDU-Räte meinte Ines Happle-Lung (Freie Liste Natur), dies müsste im Winter vor der Saison besprochen werden. Sie plädierte für eine Gebührenerhöhung auch als Steuerungsmaßnahme der Verkehrsströme. Zudem monierte sie, dass auf dem Rathausplatz in absolut zentraler Lage bisher kostenlos geparkt werden dürfe. „Das geht überhaupt nicht.“ Die Freien Wähler regten zudem an, den Wohnmobilstellplatz das ganze Jahr über zu bewirtschaften und diesen vielleicht zu erweitern.

Letzteres schloss Bürgermeister Wolfgang Zoll praktisch aus, eher müsste man einen weiteren Standort für Wohnmobile finden. Was das kostenlose und zeitlich unbegrenzte Parken beim Rathaus betrifft, stimmte er zu: „Da ist was schief.“ Da nun im Zuge der Sanierung mit Aufzug und Einzug des Winzervereins ohnehin Baumaßnahmen anstünden, sei der Zeitpunkt wohl günstig, dies zu ändern.

Hauptamtsleiter Streib erklärte: „Wir sind momentan dabei, die ganze Parkraumsituation zu überprüfen.“ Er wolle in anderen Gemeinden nachfragen, was dort an Gebühren verlangt werde.

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