Konstanz Rechter Uni-Professor sorgt für Wirbel
Universität Konstanz Bild: dpa
Die Universitätsleitung sieht sich juristisch jedoch außer Stande, gegen die Lehrtätigkeit Jost Bauchs vorzugehen. Dies sei bereits vom Justiziariat geprüft worden. Die Lehrbefugnis könne ihm nur dann entzogen werden, wenn er eine Handlung begehe, die einem Dienstvergehen gleichkomme. Dies sei Herrn Bauch nicht nachzuweisen.
Das Bundesverfassungsgericht hatte zudem bereits im Jahre 2005 beschlossen, dass eine Erwähnung der „Jungen Freiheit“ als rechtsextreme Publikation im Verfassungsschutzbericht des Landes NRW eine unzulässige Einschränkung der Pressefreiheit darstelle.
In einem Interview mit dem SÜDKURIER zeigte Bauch unterdessen kein Verständnis für die Aufregung um seine Äußerungen und Tätigkeiten. „Die Junge Freiheit ist ein sehr konservatives Blättchen, für die ich gelegentlich Artikel schreibe.
Studenten müssen aushalten, dass es neben dem linken auch einen rechten Rand gibt. Mit den Themen Zuwanderung und gesellschaftliche Entwicklung müssten sich gerade die Soziologen einer Diskussion stellen.“ Er fühle sich zu Unrecht in eine rechtsextreme Ecke gedrängt, denn vieles von dem, was in der Jungen Freiheit stehe, unterstütze er nicht, so Bauch weiter.
Die Universitätsleitung sowie der Fachbereich Geschichte und Soziologie gingen unterdessen auf Abstand zu Bauch. So bekräftigt der Rektor Ulrich Rüdiger: „Eine Universität, für die im internationalen Austausch Toleranz und Respekt vor fremden Kulturen selbstverständlich ist, kann Herrn Bauchs Aktivitäten nicht billigen.“
Letztendlich liege die Entscheidung über Lehrveranstaltungen bei den Studierenden, indem sie hingingen oder nicht. Nach Aussagen von Herrn Bauch haben sich für sein Seminar Gesundheitssoziologie sechs Stundenten angemeldet.
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