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Konstanz

Rechter Uni-Professor sorgt für Wirbel

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An der Uni Konstanz erwächst Widerstand gegen den rechts-konservativen Professor Jost Bauch. Die Studenten beschlossen per Vollversammlung eine Ablehnung seiner Lehre.

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Universität Konstanz
dpa
In der Aufregung um das Studi-Ticket wäre ein Tagesordnungspunkt der Vollversammlung beinahe untergegangen: Jost Bauch. Als externer Professor des Fachbereichs Soziologie und Geschichte bietet er pro Semester ein Kompaktseminar an, welches am 25. Februar wieder ansteht. Seitens der Studierenden wurde jedoch jüngst ein Arbeitskreis „Bauch-Schmerzen“ gegründet, um der Sache neues Gehör zu verschaffen.

Hintergrund der Empörung sind Äußerungen und Tätigkeiten von Jost Bauch, der regelmäßiger Autor der „Jungen Freiheit“ ist und Vortragender bei der Bürgerbewegung „Pro-Köln“ war. Mit Sätzen wie „So ist (die) Prognose nicht abwegig, dass, spätestens in fünfzig Jahren, Deutschland muslimisch sein wird“, „Die neuen äußeren Bedrohungen machen es erforderlich, in der Politik wieder verstärkt nach dem Muster Freund/Feind zu denken.“ oder „Jetzt ist die Entwicklung so gut wie unumkehrbar, und man kann fast von einem selbstgewählten kollektiven Ethnosuizid der Deutschen sprechen.“ hat Jost Bauch die Konstanzer Studierenden alarmiert.

Von Seiten des Arbeitskreises heißt es: „Wir wollen die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass wir Herrn Bauchs Lehre an dieser Universität ablehnen und uns von seinen Äußerungen in der Jungen Freiheit distanzieren.“ Der Antrag wurde in die Vollversammlung eingebracht und angenommen.

Jost Bauchs Äußerungen sorgen bei Studenten für Bauchschmerzen.

Die Universitätsleitung sieht sich juristisch jedoch außer Stande, gegen die Lehrtätigkeit Jost Bauchs vorzugehen. Dies sei bereits vom Justiziariat geprüft worden. Die Lehrbefugnis könne ihm nur dann entzogen werden, wenn er eine Handlung begehe, die einem Dienstvergehen gleichkomme. Dies sei Herrn Bauch nicht nachzuweisen.

Das Bundesverfassungsgericht hatte zudem bereits im Jahre 2005 beschlossen, dass eine Erwähnung der „Jungen Freiheit“ als rechtsextreme Publikation im Verfassungsschutzbericht des Landes NRW eine unzulässige Einschränkung der Pressefreiheit darstelle.

In einem Interview mit dem SÜDKURIER zeigte Bauch unterdessen kein Verständnis für die Aufregung um seine Äußerungen und Tätigkeiten. „Die Junge Freiheit ist ein sehr konservatives Blättchen, für die ich gelegentlich Artikel schreibe.

Studenten müssen aushalten, dass es neben dem linken auch einen rechten Rand gibt. Mit den Themen Zuwanderung und gesellschaftliche Entwicklung müssten sich gerade die Soziologen einer Diskussion stellen.“ Er fühle sich zu Unrecht in eine rechtsextreme Ecke gedrängt, denn vieles von dem, was in der Jungen Freiheit stehe, unterstütze er nicht, so Bauch weiter.

 

Die Universitätsleitung sowie der Fachbereich Geschichte und Soziologie gingen unterdessen auf Abstand zu Bauch. So bekräftigt der Rektor Ulrich Rüdiger: „Eine Universität, für die im internationalen Austausch Toleranz und Respekt vor fremden Kulturen selbstverständlich ist, kann Herrn Bauchs Aktivitäten nicht billigen.“

Letztendlich liege die Entscheidung über Lehrveranstaltungen bei den Studierenden, indem sie hingingen oder nicht. Nach Aussagen von Herrn Bauch haben sich für sein Seminar Gesundheitssoziologie sechs Stundenten angemeldet.

Konstanzer Unileben im Dossier

KOMMENTARE [89]
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Naja....

von unbekannt 09.02.2010 08:29

...da hat der linke Meinungsfaschismus wieder zugeschlagen...Meinungsvielfalt ist nicht tollerabel...btw....so manche These - "So ist (die) Prognose nicht abwegig, dass, spätestens in fünfzig Jahren, Deutschland muslimisch sein wird"- ist nüchtern betrachtet durchaus diskussionswürdig.
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Armes Deutschland

von mittendurch (400 Beiträge) 09.02.2010 09:17

Wir können uns ja aussuchen, ob wir in 50 Jahren muslimisch und/oder kommunistisch sein wollen.

Andere Optionen werden ja derzeit nicht mehr zugelassen. Man muss nur noch rechtzeitig auswandern, bevor man das auch nicht mehr darf.

Leider hilft da einem auch die Schweiz nicht mehr, wie man am Wochenende wieder in Zürich erleben musste. Linke Randalen können die Stadt verwüsten und nicht mal einer wird festgenommen. Das ist halt der Schwarze Block, das sind halt Autonome. Links ist dank unserer Politik leider salonfähig geworden. Aber wehe, es denkt einer rechts.
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Die These ...

von unbekannt 09.02.2010 09:21

...ist absoluter Dünnschiss. Bei Leuten ohne Hauptschulabschluss kann man damit Punkten, aber der Rest weiss dass es nur Angstmacherei ist mit völlig utopischen Vorstellungen.
Btw. man kann ihm das Lehren nicht verbieten aber dafür seine Veranstaltungen 'bereichern'. Falls sich überhaupt einer dahin verirrt.
Ich fand am süden Deutschlands immer toll dass es hier so wenig rechte Schweine gibt. Darum find ich die Arbeit der Leute die den Mut hatten dem Prof an Karren zu fahren echt vorbildlich. Thumbs up!
szmtag
@mittendurch

von guteFee (48 Beiträge) 09.02.2010 09:28

So eine Denke muss doch eigentlich weh tun, oder ? Und wo bekommt man so eine tolle Kristallkugel ?
@joystick: thumbs up !
szmtag
@joystick

von unbekannt 09.02.2010 09:34

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szmtag
wieso erst in 50 Jahren

von mast0604 (35 Beiträge) 09.02.2010 09:36

Wenn man die heutigen Aktivitäten der Islamisten und die öffentlich bekannten Ziele betrachtet, kann man Herrn Bauch nicht uneingeschränkt zustimmen. 50 Jahre sind ev. zu lange.
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@beat80

von guteFee (48 Beiträge) 09.02.2010 09:49

Interessant, dass man Deine These vor allem und ausschliesslich auf NPD Seiten findet.
szmtag
@beat80

von guteFee (48 Beiträge) 09.02.2010 09:56

Vielleicht sollten Sie das mal lesen:
http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/3546140

"Ein beliebter "Trick" aus dem islamophoben Bereich besteht beispielsweise darin, aus vergangenen, jährlichen Wachstumsraten (beispielsweise der Verdoppelung der Zahl der Muslime von der letzten Volkszählung 1987 bis zur bislang letzten offiziellen Schätzung des Bundesinnenministeriums in 2000 oder einer geschätzten Wachstumsquote von 6,6% zwischen 2000 und 2001) exponentiell in die Zukunft hinein zu rechnen. [...]
Mit dieser (gerne auch mit Berufung auf Malthus oder Darwin pseudoargumentativ abgestützten) "Annahme" lassen sich natürlich schnell Szenarien berechnen, nach denen die deutsche Bevölkerung zur Mitte des Jahrhunderts mehrheitlich aus Muslimen bestünde. Mit seriöser Wissenschaft hat das aber natürlich nichts mehr zu tun."
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Der Mann hat doch Recht!

von minotti (97 Beiträge) 09.02.2010 10:01

Wie ich bereits an anderer Stelle anmerkte, habe auch ich nichts gegen Fremde. Aber diese Fremden sind eben nicht von hier. Wo kämen wir denn da hin, wenn wir neben Preußen und anderen Schnöseln, die nicht mal unsere Sprache sprechen, geschweige denn unserer Sitten und Gebräuche mächtig sind, obendrein auch noch Menschen, die dem Alten Testament kritisch gegenüberstehen und wahrscheinlich nicht mal trommeln können Tür und Tor öffnen? Da muss man's ja mit der Angst kriegen! Ich habe meinen Rüden bereits entsprechend instruiert, bei mir kommt keiner von denen rein. V!
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Ich habe die Hoffnung

von gertie (781 Beiträge) 09.02.2010 10:01

noch nicht aufgegeben, dass in 50 Jahren überhaupt keiner mehr an irgendeine Religion glaubt.
Ob Bauch rechtsradikal ist oder nicht sei mal dahingestellt, aber wie kommt einer der solchen geistigen Dünnschiss verbreitet überhaupt zu der Ehre an einer Uni lehren zu dürfen?
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@minotti

von guteFee (48 Beiträge) 09.02.2010 10:09

Genau. Unsere Kultur MUSS verteidigt werden.
Die Volkskleidung Lederhose muss bestehen bleiben genau wie deutsches Liedgut.
Einflüsse von aussen stören nur.
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Warum wohl gertie ???

von mittendurch (400 Beiträge) 09.02.2010 10:15

Weil Menschen davor Angst haben.

Im Urlaub hatten wir gerade einen Kommissar kennengelernt, der in Berlin arbeiten darf/muss.

In manche Viertel traut sich die Polizei gar nicht mehr. Er sagte, er würde mich gerne mal auf eine Tour mitnehmen, damit ich sehe, was da abgeht.

Wenn ich mich hier dazu intensiver äussere, wird es leider wieder vom SK zensiert. In der heilen Politik gibt es das ja nicht.
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...

von blogotronic (693 Beiträge) 09.02.2010 10:20

@gertie: Bauch lehrt laut Artikel «Gesundheitssoziologie», da spielen seine politischen Ansichten zunächst mal keine Rolle, solange er sich damit innerhalb der Grenzen des Grundgesetzes bewegt (was er wohl gerade noch so tut). Ansonsten hat er Recht mit seiner Aussage, dass man einen rechten Rand aushalten muss.

Gleichwohl darf man ihm natürlich das Leben schwer machen, mein Mitleid mit solchen islamophoben Irrlichtern hält sich diesbezüglich in ganz engen Grenzen.
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'

von wie_jetzt (258 Beiträge) 09.02.2010 10:22

man sollte einfach die Lehrveranstaltungen dieses Stammtisch-Prediger boykottieren und basta!

Seine These ist der reinste Bullshit, was zur der eingenen Klientel bedienung dient...


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Ach, mittendurch,

von gertie (781 Beiträge) 09.02.2010 10:30

man schwätzt viel, wenn der (Urlaubs-)tag lang ist.
Der Herr Kommisar wäre wohl sehr erstaunt, wenn Du wirklich mal auf eine Tour mitkommen wolltest.
szmtag
.

von unbekannt 09.02.2010 10:30

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Der Mann

von Ursula-Maria (45 Beiträge) 09.02.2010 10:36

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Die Phrasendrescherei

von guteFee (48 Beiträge) 09.02.2010 10:42

ist mal wieder voll im Gange...
@beat80: so schwer ist es ja wohl nicht.
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Zeitreihen/LangeReihen/Bevoelkerung/Content75/lrbev07a,templateId=renderPrint.psml
Was würden Sie daraus deuten ? Vielleicht dass die Zahl der einwanderenden Ausländer kontinuierlich abnimmt ?
szmtag
Link

von guteFee (48 Beiträge) 09.02.2010 10:43

http://bit.ly/bnXkpA
szmtag
Also Du, Ursula-Maria,

von gertie (781 Beiträge) 09.02.2010 10:45

weißt von Berlin offensichtlich auch nur, was in der Bildzeitung steht. Solche dämlichen Behauptungen aufzustellen in der Hoffnung, dass schon keiner das Gegenteil zeigt doch mit welchen unfähren Mitteln die rechten Hetzer ihr Feindbild verbreiten.
Und Dir, Bösmensch Ursula-Maria, sollte wohl mal jemand Nachhilfe in Geschichte geben. Die Bundesrepublik Deutschland hat sowohl Naziverbrecher als DDR-Verbrecher in ihre Regierung integriert und ist daran nicht untergegangen.

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Autor: Sebastian Brauns
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