Konstanz – Bei Henry Rinklin klingelt ununterbrochen das Telefon. Immer wieder rufen Bürger an und beschweren sich darüber, dass die Straßen nicht geräumt sind. So auch gestern, als selbst wichtige Wege in den Morgenstunden voller Schnee lagen. Henry Rinklin von den Technischen Betrieben Konstanz spricht von einem Missverständnis der Bürger. „Die Leute haben einfach kein Gefühl für Zeit“, sagt er und erklärt: „Wir waren gestern schon seit drei Uhr nachts mit allen Fahrzeugen und etwa 70 Mitarbeitern unterwegs. Doch wenn es so heftig schneit, kommen auch wir nicht mehr hinterher.“
Zuerst räumen die TBK mit ihren vier Lastwagen, einem mittelgroßen Fahrzeug für die Innenstadt und vier kleinen Autos für Rad- und Gehwege die Hauptverkehrsstraßen und wichtige Achsen. Dazu zählen die Radolfzeller Straße über Wollmatingen bis zur alten Rheinbrücke, der Weg zur Universität und zur Fähre, die Straße vom Flugplatz in die Stadt, die Elberfeldspange und die Schänzlebrücke. Erst dann kommen kleinere Straßen an die Reihe. „Dort räumen wir aber nur bei zehn bis zwölf Zentimetern Schnee, wenn die Gefahr besteht, dass den Autos der Auspuff abreißt“, sagt Henry Rinklin. Dazu kommen noch etwa 100 000 Quadratmeter öffentliche Flächen, die die TBK-Mitarbeiter per Hand freischaufeln müssen.
"Es muss in die Köpfe rein!
Es ist eben so, dass wir alle Jahre, einmal im Jahr ...