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Konstanz Radfahrer müssen in den dunklen Wald

Stadt hat ein Stück der Eichhornstraße für den Radverkehr gesperrt. Radler haben große Sicherheitsbedenken

Hier ist Schluss: Radfahrer dürfen in der Eichhornstraße bei der Abzweigung zur Bodensee-Therme nicht mehr geradeaus fahren.
Hier ist Schluss: Radfahrer dürfen in der Eichhornstraße bei der Abzweigung zur Bodensee-Therme nicht mehr geradeaus fahren. | Bild: Bild: Hanser

Kurvige, unübersichtliche und damit für Radfahrer gefährliche Straßen gibt es viele in der Stadt und auf dem Bodanrück. Doch nun fragen sich viele Bürger, warum die Stadtverwaltung ausgerechnet einen Teil der Eichhornstraße für den Radverkehr gesperrt hat. Jetzt, im Winter, sei der parallel verlaufende Radweg im Lorettowald eine ganz schlechte Alternative, sagt Anwohnerin Petra Winterer.

Wer in der Eichhornstraße an der Abbiegung zur Bodensee-Therme geradeaus in Richtung Staad fährt, riskiert eine Strafe. Die Schilder sind eindeutig: Radfahren verboten! Einige hundert Meter weiter, am Ende des Radwegs durch den Lorettowald, können Radfahrer auf der Straße weiterfahren. Petra Winterer versteht das Ganze nicht: „Zurzeit kann man den Weg im Wald nicht befahren, es ist einfach glatt oder matschig.“ Im Winter werde ein Radfahrer von oben bis unten schmutzig. Sie habe zudem nachts Angst, im Wald zu fahren. Die Mutter hat weitere Bedenken: „Kinder müssen jetzt zweimal die Straße queren.“ Zunächst geht es auf den Radweg im Wald, am Ende müssen sie dann in die Straße einfädeln.

Petra Winterer versteht nicht, warum auf der restlichen Strecke, die in Richtung Staad ebenfalls kurvig ist, alles anders sein soll. „Die Autofahrer fahren dort sehr schnell.“ Sie hat sich in ihrer Not an den ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) gewandt. Dort wisse man aber ebenfalls nicht, was die Stadt zur Sperrung bewogen hat.

Es gehe um die Sicherheit der Radfahrer, berichtet der städtische Sprecher Walter Rügert auf SÜDKURIER-Anfrage. „In diesem Bereich ist die Straße sehr kurvig und unübersichtlich.“ Es seien Bürger mit der Forderung auf die Stadt zugekommen, das Straßenstück für Radler zu sperren. Das zuständige Bürgeramt habe sich die Strecke angeschaut und schließlich die Sperrung zum Schutz der Radfahrer beschlossen. Walter Rügert: „Die Stelle kann für sie gefährlich werden.“ Bei der Polizei Konstanz wurden in den vergangenen Jahren allerdings keine Unfälle registriert, sagt Sprecher Michael Aschenbrenner.

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