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28.06.2012  |  von  |  1 Kommentare

Konstanz Radfahrer geraten auf gefährliche B 33 bei Konstanz

Konstanz -  Durch die Bauarbeiten an der neuen B 33 gibt es offensichtlich Verwirrung unter Radfahrern.

Durch die vielen Baustellen rund um die B 33 landen offensichtlich viele Radfahrer auf der Bundesstraße. Die Straßenplaner verweisen auf die Wegweiser.  Bild: Hanser

Durch die vielen Baustellen rund um die B 33 landen offensichtlich viele Radfahrer auf der Bundesstraße. Die Straßenplaner verweisen auf die Wegweiser.  Bild: Hanser



Die Bauarbeiten rund um die Bundesstraße B 33 bringen einige Einschränkungen mit sich. Der Radweg entlang der Bahngleise zwischen Riedstraße und Bahnhof Reichenau ist immer noch nicht geöffnet. Zusätzlich gibt es eine Engstelle an der Kreuzung Reichenau-/Riedstraße, weil der Knoten erneuert wird. Das führt zunehmend zu gefährlichen Situationen.

Eine SÜDKURIER-Leserin traute ihren Augen nicht, als sie jüngst morgens aus der Stadt fuhr und abends zurück: „Beide Male waren mehrere herumirrende Radler auf der zweispurigen Bundesstraße Richtung Reichenau unterwegs, die im Baustellengetümmel anscheinend den richtigen Weg zum Radweg nicht gefunden haben.“ Ein Ehepaar sei sogar auf Höhe des Flugplatzes abgestiegen, um entgegen der Fahrtrichtung das Rad zurück zur Ampel zu schieben. Weitere Autofahrer schildern solche Szenen.

Heinz Jenne von der für den B-33-Ausbau zuständigen Neubauleitung in Singen verweist auf die Beschilderung der Radwegverbindung zwischen Konstanz und Reichenau. Da der neue Radweg entlang der Bahnlinie zwischen Riedstraße und Bahnhof Reichenau noch nicht geöffnet ist, sind Schilder aufgestellt, die auf den Radweg entlang der Bundesstraße verweisen. Sie seien eindeutig, sagt er. Doch offensichtlich gelangen immer wieder Ortsunkundige dennoch auf die Bundesstraße mit ihrem dichten Autoverkehr.

Der neue Radweg sollte im Mai in Betrieb gehen, doch er sei noch aus Sicherheitsgründen gesperrt, berichtet Jenne. Der Zaun an den Gleisen müsse wegen der Hochspannungsleitungen geerdet werden. „Wenn ein Seil reißen sollte, fällt es auf den Prallschutz.“ Ohne diesen Schutz sei eine Freigabe nicht möglich. Wer jetzt schon dort fahre, mache dies auf eigene Gefahr. Der Radweg soll nun Anfang Juli geöffnet werden. Der folgende Abschnitt bis zur Waldsiedlung ist noch nicht fertig gebaut. Der Radweg läuft dort parallel zur neuen Erschließungsstraße. Er soll Mitte Juli fertig werden, sagt der Planer. Dann können Radfahrer künftig vom Bahnhof Petershausen bis zur Waldsiedlung entlang der Bahngleise fahren.

Auf der Landesstraße bei Wollmatingen seien ebenfalls Radfahrer anzutreffen, berichtet Leser Hartmut Nagel. Seit Jahren gebe es einen Weg bei Wollmatingen, der plötzlich im Nirgendwo ende und schon manchen unkundigen Radfahrer zur gefährlichen Weiterfahrt im Kurvenbereich auf der Landesstraße L 220 zwischen Wollmatingen und Waldsiedlung verleitet habe. „Ein selbstgetretener, ausgetretener Pfad durch die Wiese hinauf zur L 220 deutet darauf hin, dass diese riskante Querung nicht selten gewählt wird.“

Es gebe einen bislang sehr ungepflegten Weg Richtung Waldsiedlung und Radolfzell, berichtet Hartmut Nagel. Er sei aber in schlechtem Zustand und fast unpassierbar. „Dabei wäre dieser Weg eine echte Alternative für die derzeit nicht befahrbaren Radrouten und zur Variante L 220 mit nervig hupenden Autofahrern. Mit einfachen Mitteln könnte man den Weg in einer Stunde planieren und für die (abgasfreundlichen) Fortbewegungs-Varianten zur Verfügung stellen.“ Mit einem zusätzlich aufgestellten Hinweisschild für Radler wäre aus seiner Sicht allen geholfen.

Gutes Radwegenetz und ebene Strecken: Konstanz gilt als Paradies für Radfahrer. Doch nicht alles ist aus Sicht der Radler so rosig wie es scheint - sie fordern weitere Verbesserungen am Radwegenetz. Und auch mit anderen Verkehrsteilnehmern kommen Radfahrer in Konstanz immer wieder in Konflikt. Lesen Sie alles rund ums Thema in unserem Themenpaket.

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1 Kommentare
Amtschimmel wiehert
Lieber lässt man die Radfahrer über Baustellen fahren und !!! nach der Beschilderung die Reichenaustrasse mehrmals !!!! queren (sehr sinnvoll!!), anstatt man den Radweg entlang der Bahn freigibt (da fehlt doch nur eine Erdung, ansonsten einwandfrei zu befahren).
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