Konstanz - Die türkischen Fußballfans staunten nicht schlecht, als sie gestern zur großen Arena in Kreuzlingen fahren wollten. Mit ihren beflaggten Autos kamen sie nicht voran. Grund dafür war eine Fahrraddemo mit etwa 200 Teilnehmern.
Dazu aufgerufen hatten die Aktionsgemeinschaft "Das bessere Verkehrskonzept", der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club, der Gesamtelternbeirat Konstanz und einige Umweltschutzverbände. Bei der Demonstration stellten die Teilnehmer sich vor allem gegen den geplanten Ausbau des Lago-Parkhauses. Eine Ausnahme bildet der Gesamtelternbeirat (GEB). Er unterstützt zwar alle Forderungen nach mehr Sicherheit auf Schulwegen und umweltfreundlicher Politik, aber nicht das Motto "Parks statt Parkplätze". "Dies ist eine kommunalpolitische Entscheidung", heißt es aus dem Vorstand. Der GEB werde sich in dieser Frage neutral verhalten.
Mit Schildern wie "Lieber Luft kriegen als Gas geben" oder "Fit ohne Sprit" machten die Radfahrer sich auf den Rundkurs um die Altstadt. An markanten Stellen hielt Marco Walter von der Aktionsgemeinschaft "Das bessere Verkehrskonzept" den Tross an. An der Konzilstraße sagte er: "Der Bodenseeradweg führt dort entlang, aber immer wieder verlieren sich hier verzweifelte Radfahrer." An der Konzilstraße endet der Radweg abrupt. Auf der Laube bemängelten die Veranstalter zu kurze Grünphasen für Fußgänger und Radfahrer. Ein großes Thema war auch die alte Brücke über die Gleise beim Lago-Center. Sie soll neu gebaut werden, doch bislang ist dort keine so genannte Spindel für Radfahrer geplant. Stadtrat Peter Müller-Neff (FGL) sagte: "Die Spindel müsste die Stadt bezahlen.
Aber wer propagiert, radfahrerfreundlich zu sein, sollte die Planung noch einmal überdenken." Marco Walter fasste zusammen: "Die Stadt ist mit ihrem Masterplan Verkehr auf dem richtigen Weg. Doch bei der Umsetzung habe ich das Gefühl, dass man Ja zu Fußgängern und Radfahrern sagt und dann doch mehr für die Autos tut."
city maut für autos.
besser wäre es stärkere bestrafung für die
ohne ...
Okay, Sie mögen Radfahrer nicht. Das ist Ihr gutes Recht.