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Konstanz Queergestreift Festival in Konstanz startet zum 29. Mal

Das Zebra-Kino zeigt wieder Filme über sexuelle Minderheiten. Es gibt die größte Filmauswahl seit dem Start des Festivals.

Dreizehn Filme aus den unterschiedlichsten Ländern erwarten die Besucher des Queergestreift Festivals im Zebra Kino Konstanz. Das Festival startet am Freitag, 1. April, mit dem Auftaktfilm „Dyke Hard“ und einer Party im Contrast in die nunmehr 29. Festivalrunde. Die ausgewählten Filme seien insgesamt sehr unterschiedlich, erzählt Alexander Schollbach, der bei der Planung des Festivals mithilft. Aber eines haben die Filme alle gemeinsam: Thematisch drehen sie sich um sexuelle Vielfalt und alternative Lebensentwürfe. Zirka 30 bis 40 Filme kamen in die engere Auswahl und mussten von den Organisatoren angesehen und bewertet werden.

Weil die Entscheidung teils so schwer fiel, beschloss das Team, dieses Jahr etwas mehr Filme als sonst in das Programm zu nehmen. Bei der Auswahl der Filme sei neben der Qualität die Aktualität ein ausschlaggebendes Kriterium gewesen, erzählt Christoph Sinz vom Zebra Kino. Viele der Filme werden beim Queergestreift Festival vor ihrem offiziellen deutschen Kinostart gezeigt. Erst später fiel dem Organisationsteam auf, dass sie mit „Sand Dollars“, „How to win at Checkers (every time)“ und „The Summer of Sangailé“ drei Filme ausgewählt haben, die das jeweilige Herkunftsland für die Oscarnominierung aufgestellt hat.

Mit Dokumentationen, Hollywoodfilmen sowie Kunst- und Arthausfilmen sei dieses Jahr außerdem ein sehr breites Spektrum an Genres vertreten, berichtet Christoph Sinz. Vielfalt zeigt sich auch bei den Spielorten der Filme. Ob in Thailand oder in Syrien – das Queergestreift-Festival zeigt Geschichten von Homo- und Transsexuellen von überall auf der Welt. Und auch prominente Schauspieler sind im Programm zu finden: Von Nina Hagen (in „Desire will set you free“), der Tochter von Charlie Chaplin, Geraldine Chaplin (in „Sand Dollars“), bis Robin Williams (in „Boulevard“). Außerdem sollen am Dienstag, 12. April, im Zebra Kino auch Kurzfilme gezeigt werden. Auf diese „Queer Shorts“ freut sich Teammitglied Larissa Fischer am meisten, da Kurzfilme im Kino etwas Besonderes seien, wie sie sagt.

Die Filmlandschaft zu dem Thema Homo- oder Transsexualität habe sich im Laufe der letzten Jahre gewandelt, das merkt Alexander Schollbach: „Es gibt nicht mehr nur diese typischen Coming-Out-Filme. Daran sieht man, dass das Thema schon viel stärker in der Gesellschaft angekommen ist.“ Wie groß der Bedarf an der Auseinandersetzung mit der Thematik ist, beweist auch der Andrang für das Festival. Letztes Jahr erreichte das Festival mit rund 550 Besuchern einen neuen Rekord.

Daher wird das Filmfestival auch durch ein Rahmenprogramm begleitet. Nach der Filmvorführung der Dokumentation „Der Schwule, der Neger und der heilige Berg“ findet beispielsweise ein Publikumsgespräch mit Regisseur Dave D. Leins und Hauptdarsteller Markus Kast statt. Der lokale Film, der im Bodenseekreis gedreht wurde, feiert im Zebra Kino am Dienstag, 5. April, seine Weltkinopremiere. Im Anschluss an den Abschlussfilm „Freeheld“ am Mittwoch, 13. April, soll noch ein weiteres Mal lokaler Bezug hergestellt werden. Der Film, der von der institutionellen Diskriminierung eines lesbischen Paares handelt, lädt ein, im Gespräch mit dem Publikum auch die Situation homosexueller Paare in Konstanz zu thematisieren.


Filme und Tickets

Das Programm: Freitag, 1. April, Opening Night, 21 Uhr, Dyke Hard und anschließende Party im Contrast; Samstag, 2. April, 20 Uhr, How to win at Checkers, 22 Uhr, Tangerine; Sonntag, 3. April, 18 Uhr, Sand Dollars, 20 Uhr, A Gay Girl in Damascus; Montag, 4. April, 19.30 Uhr, The Summer of Sangailé, 21.30 Uhr, Eisenstein in Guanajuato; Dienstag, 5. April, 19 Uhr, Der Schwule, der Neger und der heilige Berg mit Regisseur Dave D. Leins und Hauptdarsteller Markus Kast, 21.30 Uhr, The Duke of Burgundy; Donnerstag, 7. April, 19 Uhr, Herr von Bohlen mit Produzent Jonas Niewianda, 22 Uhr, Sand Dollars; Freitag, 8. April, 19 Uhr, Boulevard mit Rahmenprogramm, 21.30 Uhr, Eisenstein in Guanajuato; Samstag, 9. April, 19.30 Uhr, The Summer of Sangailé, 21.30 Uhr, The Duke of Burgundy; Sonntag, 10. April, 18 Uhr, Herr von Bohlen, 20 Uhr, Tangerine; Montag, 11. April, 20 Uhr, A Gay Girl in Damascus, 22 Uhr, Desire will set you free; Dienstag, 12. April, 19.30 Uhr, Queer Shorts, 22 Uhr, How to win at Checkers; Mittwoch, 13. April, Closing Night, 20 Uhr, Freeheld.

Die Karten: Für die Vorstellungen gibt es keinen Vorverkauf, alle Karten gibt es nur an der Abendkasse. Die Kasse öffnet zirka 15 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Der Normalpreis beträgt 6,50 Euro (ermäßigt 5,50 Euro). Fördermitglieder des Zebra Kinos zahlen 3 Euro. Fragen aller Art an: presse@zebra-kino.de

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