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Konstanz Puppentheaterprojekt im K9: Freude über zahlreiche Besucher

Es ist ein großer Erfolg: Hunderte Kinder kommen zum Puppentheater im K9. Es ist ein Projekt, das Flüchtlingskinder mit deutschen Kindern in Kontakt bringt.

Die Konstanzer Puppenbühne erlebt bei ihrem Flüchtlingsprojekt einen immer größer werdenden Andrang. Mittelpunkt des Projekts bildet eine monatliche Aufführung mit anschließender Bastelgruppe. Aufgrund der steigenden Resonanz sind nun noch zwei zusätzliche Puppentheaterkurse geplant.

Alles begann im Januar: Seit Anfang des Jahres können deutsche und Flüchtlingskinder ein Mal im Monat Aufführungen des Konstanzer Puppentheaters besuchen. Bei der ersten Vorstellung waren 90 Kinder, bei der jüngsten sogar 120. Irmi Wette, Leiterin der Konstanzer Puppenbühne, sieht darin die Chance, Raum für interkulturelle Begegnungen zu schaffen. In den Bastelgruppen können sich die Kinder auf spielerische Weise näher kommen. Dadurch „kann auf liebevolle, sanfte Art Austausch stattfinden“, so Wette. Und genau das sei das Ziel des Flüchtlingsprojekts. Zudem bekämen die Flüchtlingskinder Zugang zum kulturellen und künstlerischen Leben, wie es ihnen im Heimatland oft versagt bliebe. Ganz ohne Druck und ohne den bekannten erhobenen Zeigefinger könne man den Kindern Kultur wie das Osterfest oder pädagogische Werte näher bringen.

Probleme aufgrund von fehlenden Sprachkenntnissen der Flüchtlingskinder sieht Wette nicht. Denn „das Puppentheater lebt von Bildern“. Und gerade Kinder bräuchten zum gemeinsamen Spielen keine Worte, so Hakan Sanli von der Organisation Save Me. Unterstützung findet das Flüchtlingsprojekt sowohl vom Flüchtlingsrat Baden-Württemberg als auch von den Organisationen Save Me und dem Arbeitskreis (AK) Asyl.

Besonders stolz ist die Puppenbühne über die übernommene Schirmherrschaft von Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württembergs. Aus deren Haus kommt ein Innovationsfond von rund 14 000 Euro für die Finanzierung der Aufführungen und Bastelgruppen, als auch für die geplanten Kurse, zu denen deutsche und Flüchtlingskinder ab acht Jahren eingeladen sind. Hier werden die Kinder Figuren und Instrumente aus Schrott bauen und schlussendlich eine eigene öffentliche Aufführung realisieren können.

Irmi Wette und die unterstützenden Organisationen stehen voll hinter ihrem Projekt. „Es liegt an uns, eine positive Willkommenskultur zu fördern“, wie Wette erklärt. Auch Benjamin Paehlke vom K9, in dem die Aufführungen stattfinden, ist vom Projekt überzeugt: „Es gibt nicht viele offene Türen für Flüchtlinge“, mit diesem Projekt jedoch solle eine weitere Tür geöffnet werden.

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