Darauf haben Autofahrer lange gewartet: Die Bauarbeiten an der B 33 am Stadteingang sind beendet. Durch den aufwändigen Umbau der Kreuzung gab es in den vergangenen Monaten Engpässe. Der Verkehr floss beidseits nur noch auf einer Spur und teilweise waren die Ried- sowie die Fritz-Arnold-Straße gesperrt. Mit der Freigabe bleibt der Radweg entlang der Bundesstraße gesperrt. „Er wird jetzt zurückgebaut“, sagt Daniel Schrodin von der Neubauleitung in Singen.
Die Kreuzung ist rechtzeitig zum Seenachtfest, bei dem ein großes Verkehrsaufkommen erwartet wird, fertig geworden. Ursprünglich hatten die Planer eine Bauzeit bis September veranschlagt. „Es ist super gelaufen“, sagt Daniel Schrodin. Dies liege zum einen am guten Untergrund der Baustelle, es seien nur teilweise Verbesserungen des Unterbaus nötig gewesen. Zum anderen seien die gute Witterung und der hohe Personaleinsatz der Baufirma, die zeitweise an Samstagen arbeitete, hinzugekommen.
„Eine große Erleichterung und Beschleunigung für den Baufortschritt waren zudem die temporären Vollsperrungen der Ried- und Fritz-Arnold-Straße“, berichtet die Neubauleitung. Während dieser Zeit wurden zusammen mit den Busbetrieben der Stadtwerke Pendelbusse zur Anbindung des Industriegebietes Süd (Unterlohn) angeboten. Dies sei von den Busfahrgästen gut angenommen worden.
Die Bauzeit dauerte insgesamt fünf Monate. Finanziell gab es eine Punktlandung: Die Gesamtkosten von rund 2,6 Millionen Euro werden nach Angaben der Planer eingehalten.
Der Umbau war zunächst im Gemeinderat wegen der Kosten umstritten. Doch der Verkehrsknoten soll insgesamt leistungsfähiger werden. So gibt es drei Bypässe, also Spuren die das Abbiegen erleichtern. Die Kreuzung wird ansonsten weiterhin mit Ampeln geregelt, weil sie damit leistungsfähiger sei. Insgesamt wurden in den vergangenen Monaten knapp 10 000 Kubikmeter Erde bewegt, rund 8500 Tonnen Asphalt eingebaut und etwa 1000 Meter Entwässerungsleitungen verlegt. Erneuert wurden unter anderem ein Schmutzwasserkanal in der Fritz-Arnold-Straße, mehrere Leitungen für die unterschiedlichen Versorgungsträger, die Beleuchtung und die Ampelanlage.
Der Radweg entlang der Bundesstraße bleibt gesperrt. Der Rückbau bei der Kläranlage hat schon begonnen. In wenigen Tagen sei der Asphalt komplett beseitigt, berichtet Daniel Schrodin. Radfahrer müssen die neue Verbindung entlang der Bahngleise zwischen Riedstraße und Waldsiedlung nutzen. Sie ist jetzt die Hauptachse, auch der Bodenseeradweg verläuft auf ihr. Die Gemeinde Reichenau möchte den bisherigen Radweg an der B 33 eigentlich erhalten. Ob dies zumindest als Schotterweg möglich ist, bleibt noch offen.
Ausbau der B 33 und Westtangente: Das Thema Straßenverkehr ist seit Jahrzehnten ein Dauerbrenner in Konstanz. Alle Informationen zu den Planungen und Baumaßnahmen finden Sie in unserem Themenpaket.
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