Konstanz Prozession auf Seestraße
Das Fronleichnamsfest ist traditionell verbunden mit einer Prozession. In Konstanz-Petershausen führte sie vom Benediktinerplatz über die Seestraße nach St. Gebhard. Bild: Bild: Cappel
So feierte die katholische Seelsorgeeinheit Konstanz-Petershausen mit einem Festgottesdienst auf dem Benediktinerplatz und einer Prozes sion über die Seestraße nach St. Gebhard das Fronleichnamsfest.
Fronleichnam erinnert an die Einsetzung der Eucharistie, der symbolischen Gegenwart Jesus. Es sei zwar nicht der höchste Feiertag im Kirchenjahr, aber der schönste, befand Pfarrer Andreas Rudiger bei der Feier in Petershausen. Zumal er die Möglichkeit biete, den Glauben öffentlich zu zeigen. Diesen Gedanken griff Festprediger Christian Heß, Vize-Rektor des Priesterseminars Freiburg. Er sprach von der anschließenden Prozession als einer friedlichen Demonstration, die nicht einmal die Beamten der benachbarten Polizeidirektion auf den Plan riefe.
Die Festpredigt drehte sich um das Motto des Papstbesuches: „Wo Gott ist, da ist Zukunft“, und die Zukunft bezeugten die Kommunionkinder und Firmlinge, aber auch die vielen Menschen, die sich mit der Prozession zu Gott bekannten. Christian Heß erzählte, wie er am Tag nach dem Brand der Kindertagesstätte Edith Stein – unwissend vom Geschehen – nach Konstanz gekommen war und Menschen voller Zuversicht vorgefunden habe. Keine Resignation sei spürbar gewesen, sondern Glaube und Hoffnung. Zentrale Themen des christlichen Lebens. Kritische Töne hingegen schlug der Festprediger zur Problematik einer eher kirchenfeindlichen Gesellschaft an und würzte die schwere Brise mit der Leichtigkeit einer quasi aufgeschnappten Bemerkung: „Oh Gott, die Katholiken kommen, schnell in Deckung.“
Ein Spruch, der nicht auf die Seestraße passte, wo reges Treiben herrschte. Spaziergänger, Jogger und Touristen erfreuten sich während der Prozession auch am Musikverein Petershausen und den Blumenteppichen.
