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Konstanz Präventionsteam oder Nachtwanderer: Was passiert am Herosé-Park?

Am Dienstag entscheidet der Gemeinderat über die Situation im Herosé-Park. Vieles deutet auf ein Ja zum Vorschlag der Stadt hin, ein Präventionsteam einzurichten. Es gibt jedoch auch Gegenstimmen. Erste Streifen würden zudem erst im Juli laufen.

Es ist soweit, die Saison im Herosé-Park hat spätestens in den vergangenen Sonnentagen eröffnet. Während die Menschen das Ufer säumen und Rauchschwaden Richtung Gottmannplatz ziehen, tagt der Konstanzer Präventionsrat in einer Sondersitzung im Rathaus. Dort hat er sich jetzt geeinigt in Sachen Ruhe und Ordnung entlang des Ufers und sagt Ja zum Präventionsteam.

Die Präventionsratsvorsitzende Gabriele Weiner führt auf Anfrage aus: "Es ist jetzt einfach wichtig, dass so schnell wie möglich etwas passiert. Wir können nicht noch länger warten." Nach Gesprächen mit Klaus Holzer vom Bürgeramt wurde die Linie der Stadt noch einmal deutlich. "Die Stadt will etwas Verlässliches, das ist nachvollziehbar," sagt Weiner. Über die Zukunft des Herosé-Parks entscheidet jedoch nicht der Präventions- sondern der Gemeinderat. Und dort wird es am kommenden Dienstag mindestens einen alternativen Vorschlag geben.

Die FGL – mit zehn Stadträten stärkste Fraktion – will die Wiederbelebung der Nachtwanderer unter Federführung der Awo von der Stadt prüfen lassen. Für mehr Rücksicht zu sorgen "muss aus Sicht der FGL zwingend in kommunaler Hand bleiben", wie aus dem Antrag hervorgeht. Dorothee Jacobs-Krahnen (FGL) sagt: "Die Stadt muss direkten Einfluss haben, was die Beauftragten tun dürfen und was nicht, den hätte man mit einem privaten Unternehmen nicht sicher."

Klaus Holzer sieht diese Gefahr nicht. "Wir müssen und werden hochsensibel bei der Auswahl und Ausbildung sein und sicherstellen, dass wir die Leute guten Gewissens rausschicken können." Das bedeute nicht nur, dass das vorgeschlagene Präventionsteam keine Sicherheitsuniform tragen würde. "Die Mitarbeiter sollten früh abends losgeschickt werden, um dann das Gespräch zu suchen, wenn die Feiernden auch noch dazu bereit sind." Das würden sie auch bei einer Zustimmung des Gemeinderats aber erst ab Juli, die Verwaltung rechnet mit vier bis sechs Wochen bis die erste Streife laufen würde.

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