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Konstanz Polizei will Glasverbot streng kontrollieren

Zum ersten Mal wird es in diesem Jahr in weiten Teilen der Konstanzer Altstadt zur Fasnacht ein temporäres Glasverbot geben. Anders könnten sie dem Scherbenmeer nicht mehr Herr werden, sagen Polizei und Ordnungsamt. Sie wollen auch dafür sorgen, dass die Musik leiser wird.

Die Fasnacht ist in diesem Jahr nichts mehr für Flaschen: Zum ersten Mal erlässt die Stadt für den Schmotzigen Dunnschtig ein Glasverbot für weite Teile der Konstanzer Altstadt. „Im vergangenen Jahr lagen rund 15 Tonnen Glasscherben auf den Straßen. Wir mussten jetzt grundlegend etwas tun“, sagt Hans-Rudi Fischer, Leiter des Konstanzer Bürgeramts und damit auch zuständig für derlei Ordnungsfragen. Das Glas-Sperrgebiet erstreckt sich von der Inselgasse bis zur Marktstätte, lässt aber auch einige Plätze dazwischen, zum Beispiel den Augustinerplatz, aus.

Glasverbot gilt in Teilen der Konstanzer Altstadt

Aus rechtlichen Gründen könne nicht der gesamte Bereich innerhalb des Altstadtrings zur Glas-Sperrzone erklärt werden, sagte Fischer. Denn: Für einige Plätze und Straßenzüge könne man nicht nachweisen, dass die Menge an Scherben dort in der Vergangenheit ein Problem gewesen sei. Ein Verbot wäre dann insofern schwierig, als es bei einer größeren Ausweitung rechtlich angreifbar wäre, erklärte der Bürgeramtsleiter. Hier hat die Stadt offenbar aus den Fehlern dem Glasverbot am Seeufer gelernt. Dieses Glasverbot war vor dem Verwaltungsgerichtshof Mannheim im vergangenen Jahr für unzulässig erklärt worden.

Joachim Felgenhauer, Revierleiter der Polizei Konstanz, kündigte zudem an, dass das Glasverbot scharf kontrolliert werden wird. Wirft jemand eine Flasche auf den Boden und wird dabei von den Beamten erwischt, muss er 35 Euro zahlen. Bei Wiederholungstätern drohen demnach Platzverweise und Strafen von bis zu 5000 Euro, so Felgenhauer.

Stärker vorgehen wollen Polizei und Ordnungsamt auch gegen die Beschallung der Straßen und Gassen durch fahrende Musikwägen. Zuletzt habe es erhebliche Beschwerden wegen zu lauter Musik gegeben. Teilweise seien die Fanfarenzüge und Guggenmusiken nicht mehr zu hören gewesen, weil sie von den elektronischen Klängen übertont worden seien. Besonders am Münsterplatz sei dies problematisch gewesen, hieß es. „Deshalb ist ab sofort der Münsterplatz für alle Musikwägen Tabu, er soll der Ort für die Fanfarenzüge und Guggenmusiken bleiben“, so Bürgeramtschef Fischer.

Daneben soll sowohl die erlaubte Höchstgrenze der Lautstärke dieser Musikwägen von 95 auf 85 Dezibel reduziert werden und sie nur noch zu bestimmten Zeiten durch die Stadt fahren dürfen. Vorgeschrieben wird künftig zudem, dass die Wägen nur zwischen einer geraden und ungeraden Stunde (also von 12 bis 13 Uhr beispielsweise) unterwegs sein dürfen, von einer ungeraden zu einer geraden Stunde (13 bis 14 Uhr) aber pausieren müssen.

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