Der Brückenplatz soll zu einem attraktiven Treffpunkt werden. Die Planer haben dabei vor allem an die vielen Familien mit Kindern gedacht. Wie von der Bürgergemeinschaft Petershausen schon vor Jahren gefordert, wird die Bismarckquelle für offene Wasserflächen genutzt. Da das Projekt um rund 160.000 Euro teurer wird als ursprünglich geplant, gab es aber doch noch einmal Debatten. Vor allem die vorgesehenen Wassertische, an denen Kinder spielen können, waren wegen der Kosten in Höhe von 98.000 Euro umstritten. Hinzu kommen 67.000 Euro für die Wassertechnik.
Diese Summen seien zu hoch, sagte Vera Hemm (Linke), selbst wenn die Wassertische eine wunderbare Idee seien. Dorothee Jacobs-Krahnen (FGL) sieht es ähnlich: „Ich kenne viele schöne Möglichkeiten, bei denen man Wasser erlebbar machen kann.“ Heinrich Fuchs (CDU) forderte ebenfalls eine andere Lösung. Die Mehrheit im Gremium sprach sich aber für die Pläne aus. „Ich bin gegen eine Steinwüste in Petershausen. Das ist kein Pomp, das ist eine vernünftige Grundausstattung“, sagte etwa Jürgen Wiedemann (NL). Jürgen Ruff (SPD), Anne Mühlhäußer (FGL) und Günter Beyer-Köhler FGL) wiesen auf die starke Verdichtung am Bahnhof hin. Die Menschen bräuchten ein ansprechendes Umfeld. Bürgermeister Kurt Werner forderte ebenfalls ein klares Bekenntnis zu den Plänen: „Das ist kein Luxus.“
Oberbürgermeister Uli Burchardt enthielt sich der Stimme. Er sei befangen, sagte er, „ich werde direkt am Brückenplatz eine Wohnung mieten“. Die Gesamtkosten sind gestiegen, da bei der Ausschreibung einige Gewerke teurer wurden als die Planer vorab geschätzt hatten. Durch Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer sind die Ausgeben aber gedeckt, berichtete der OB.

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