Konstanz, genauer gesagt der Augustinerplatz, ist Dreh- und Angelpunkt der olympischen Winterspiele gewesen, zumindest der närrischen. Die Narrenvereine und -zünfte präsentierten unter Federführung der Narrengesellschaft Niederburg ein phantasievolles olympisches Dorf und luden die Besucher zum närrischen Wettkampf mit vielen Disziplinen ein.
Konstanz – Der Narremarkt war am Samstag der Magnet schlechthin. Zunächst drehte sich fast alles um den Musikwettbewerb „Närrischer Ohrwurm 2010“, den SÜDKURIER und SWR in Kooperation mit den Narrenzünften veranstalteten. Mehr als 1000 Zuschauer feierten den Büeble-Fanfarenzug der Blätzlebuebe-Zunft, der mit dem Schlager „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ für Hochstimmung sorgte. Die Kinder und Jugendlichen schafften es bei dem Wettbewerb zwar nur auf Platz zwei, waren aber Sieger der Herzen. Und noch ein Konstanzer Teilnehmer war unter den Finalisten: Michael Bernhard, der mit „De Elefant isch do“ ein altes Fasnachtslied anstimmte.
„Es hat wieder alles einwandfrei geklappt. Die Zusammenarbeit mit SÜDKURIER, SWR und Stadt Konstanz war wieder prima“, sagte Wolfgang Bunten, Hauptorganisator des Konstanzer Narrenmarktes, erfreut. Der Markt wird von der Narrengesellschaft Niederburg, von den Seehasen, Elefanten, Altstadthexen, der Blätzelebuebe-Zunft, Freie Konstanzer Blätz, Jakobiner, Kamelia Paradies, Laugelegumper, Nebelschwaden, Konstanzer Teufel, Münsterhexen und Seezottel veranstaltet. Bunten sieht den Ohrwurm als Bereicherung für den Narrenmarkt.
Kaum dass der Musik-Wettbewerb vorbei war, ging es im olympischen Dorf richtig rund und die Narrenzünfte luden zu vergnüglichen närrischen Wettspielen ein. Bei den Freien Blätz konnten die Kinder kleine Puppen für die Verbrennung am Fasnachtsdienstag basteln und Geschick beim Kegeln unter Beweis stellen. Bei den Teufeln kamen auch echte Narren ins Schwitzen, denn sie mussten den Umzugsweg einmal auf ganz andere Weise nachlaufen. Der Umgang mit der Streckschere ist nicht einfach, wie Kinder und Erwachsene bei den Kamelern feststellen mussten. Handarbeitsgeschick mussten die Olympia-Teilnehmer bei der Konstanzer Blätzlebuebe-Zunft zeigen, denn dort galt es, einen Blätz zu umsticken. Vergnügliches Brettspielen war bei der Niederburg angesagt und die Seehasen brachten ein kniffliges Ratequiz über die Konstanzer Maskenträger mit, den aber vor allem der Narren-Nachwuchs getreu dem Motto „Geschwindigkeit ist keine Hexerei“ vortrefflich löste.
Weit mehr als 200 Olympia-Teilnehmer hatten ihren Spaß. Der Erlös der Veranstaltung kommt in diesem Jahr dem Kinderhospiz Konstanz zugute.
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