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Konstanz Oldtimer-Fans trotzen Regen

04.05.2010
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Konstanz – Trotz des sehr regnerischen Wetters ließen es sich die Freunde historischer Fahrzeuge nicht nehmen, die angebotenen Veranstaltungen und Attraktionen zu genießen. Die Organisatoren berichteten übereinstimmend von einer guten Stimmung unter den Teilnehmern und Besuchern.An der fünften Oldtimer-Rundfahrt „Coppa di Insalata“ nahmen etwas mehr als 30 Teams teil, also rund die Hälfte der möglichen Teilnehmerzahl.

Zu sehen waren meist Automobile aus den 60er und 70er Jahren. „Ältere Gefährte werden bei so einem Wetter geschont und gar nicht erst aus der Garage gefahren“, erklärte Hilmar Wörnle, Chef des Stadtmarketings, das mit seiner Oldtimergruppe diese Veranstaltung organisiert. Am Morgen hatten sie auf dem Benediktinerplatz Aufstellung bezogen. Danach waren sie zu einer Rundfahrt aufgebrochen, die sie über den Hafen nach Engen und Überlingen führte. Zurück ging es anschließend mit der Fähre an den Ausgangsort. Unterwegs hatten die Teilnehmer verschiedene Aufgaben zu lösen.

Unter dem Motto „Konstanz unter Dampf“ fuhren das Dampfschiff „Hohentwiel“ und der „Swiss Classic Train“ zwischen Konstanz und Altnau, wo ein Treffen der Freunde historischer Landmaschinen stattfand. Trotz des feuchten Wetters waren einige der Schiffsfahrten ausverkauft. Auch der „Swiss Classic Train“ wurde rege genutzt.

Für diesen Zug war eigentlich eine Dampflokomotive der Deutschen Bundesbahn aus den 50er vorgesehen. Wegen eines Rohrleitungsschadens, den sie am Vortag erlitten hatte, musste für die Lok kurzfristig ein Ersatz gefunden werden. Den fanden die Organisatoren schließlich in einer nur halb so langen Dampflok der ehemaligen Mittelthurgaubahn. Was diese Lok nicht an Größe hat, macht sie dafür durch ihr Baujahr wett: 1912 war sie von der Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik fertiggestellt worden. Bis 1965 war sie im alltäglichen Einsatz.

Das Interesse von Fahrgästen und Schaulustigen am Konstanzer Bahnhof machte hier keinen Unterschied. Viele Eltern waren mit ihren Kindern gekommen. Der Nachwuchs hatte oftmals bis dahin noch nie eine Dampflok gesehen. So war es denn nicht verwunderlich, dass das laute Zischen und Pfeifen manch ängstliche Reaktion hervorrief. Bei den meisten überwog jedoch die Faszination, sodass sie die Gelegenheit nutzten, dem Lokführer und seinem Heizer auf dem Führerstand einen Besuch abzustatten.

Bildergalerie im Internet:

www.suedkurier.de/bilder

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