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Oldenburg: "Dieses Mal mit mehr Ernst"

25.02.2008
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Herr Schwandner, was verbirgt sich hinter dem Motto „Übermorgenstadt“?

Schwandner: Dahinter verbirgt sich eine langfristige Konzeption, dass wir eben nicht nur bis morgen, sondern in einer langfristigen Perspektive versuchen, die Stadt neu aufzustellen als Wissenschaftsstadt. Da fanden wir, dass der Begriff Übermorgenstadt ganz gut passt.

Wie wird denn Oldenburg konkret übermorgen aussehen?

Schwandner: Bis 2015 zum Beispiel hat sich sichtbar für die Bevölkerung die Stadt, was die Bauten angeht, verändert. Wir werden das Bahnhofsviertel saniert haben, wir werden ein neues urbanes Wohnzentrum mit einer Arena haben mitten in der Innenstadt, wir werden an vereinzelten Stellen, wo wir Neubauten machen werden, auch moderne Architektur haben. Wir schaffen ein Umfeld für die „creative class“. Wir werden dann mehr Leute aus dem Ausland hier haben als Gastforscher oder aber auch als Restaurantbetreiber. Da haben wir übrigens noch Nachholbedarf und sind deutlich schlechter als Konstanz. Wir brauchen noch ein paar gute italienische Lokale.

Oldenburg bewirbt sich ja zum zweiten Mal nach 2005. Was war damals anders und warum hat es nicht mit dem Titel geklappt?

Schwandner: Damals war’s eher die Überlegung, mal mitzumachen. Diesmal haben wir eine ganz andere Ernsthaftigkeit. Jetzt haben wir die Bewerbung in eine Strategie der Stadtentwicklung eingebettet und haben sehr stark auf Partizipation der Bürger und der Experten gesetzt. Wir nutzen die Kampagne, und das wird auch das Nachhaltige daran sein, um Netzwerke zu schaffen zwischen den einzelnen Wissenschaftsbereichen und um Wissenschaft zu popularisieren.

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