Mein

Offene Fragen nach tödlichem Unfall

24.03.2008
Schlagwörter


Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Neuen Rheinbrücke kam am vergangenen Freitagabend gegen 23 Uhr ein 19-jähriger Schweizer ums Leben. Die Unfallursache ist laut Polizei bislang unklar.
Ein 18-Jähriger aus Frauenfeld war vom Grenzübergang Autobahn auf die Neue Rheinbrücke gefahren. Kurz nach der Abfahrt zum Industriegebiet Konstanz kam der Fahrer des Renault Clio in der Linkskurve von der Fahrbahn ab, durchbrach rechts das Geländer und stürzte mit seinem Fahrzeug etwa neun Meter in die Tiefe.

 

Das Auto schlug auf dem Fahrzeugdach auf, die fünf Insassen wurden eingeklemmt. Die Feuerwehr Konstanz barg vier Personen aus dem Fahrzeug und übergab sie an den Rettungsdienst aus Konstanz und Radolfzell. Für einen 19-jährigen Mitfahrer kam die Hilfe zu spät.

Unfallursache noch unklar

Laut Feuerwehr-Sprecher Hendrik Roggendorf war das Fahrzeug bis zur Tür eingedrückt, so dass die Rettungskräfte zunächst nicht erkennen konnten, wie viele Personen sich im Fahrzeug befanden. Um an die Verletzten heranzukommen, haben die Feuerwehrmänner das Fahrzeug auf die Räder gedreht und das Dach entfernt. Die Unfallursache ist laut Polizei bislang unklar.

An der Unfallstelle gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometer. Wie schnell die Schweizer gefahren sind, konnte bislang nicht ermittelt werden. Ein Sachverständiger soll nun den Unfallhergang rekonstruieren.

Die Polizei bittet Personen, die nützliche Angaben zum Unfall machen können, sich unter der Telefonnummer 07531/9950 zu melden.

Leitplanken fehlen

Die Frage ist nun, ob die Brücke ausreichend befestigt ist. Verkehrssicherheitsingenieur Franz Schilberg aus Bergisch-Gladbach befasst sich mit folgenschweren Verkehrsunfällen in ganz Deutschland. Er wurde auch auf den Konstanzer Unfall aufmerksam und sagt: "Auf dem geraden Brückenstück sind Leitplanken angebracht, die allerdings in der Kurve enden. Das schreit zum Himmel!"

 

Laut einer Richtlinie für Schutzeinrichtungen müssten Strecken erst ab einer erlaubten Geschwindigkeit von 70 Stundenkilometern besonders gesichert werden. "Da fluchen wir immer", sagt Franz Schilberg. "Zu dieser Regelung kann man als Mensch mit gesundem Verstand durchaus sein Erstaunen äußern", sagt er. Auf die Neue Rheinbrücke bezogen sagt er: "Die Fahrer haben hier ein Autobahngefühl, weil die Brücke mehrere breite Spuren hat. Sie erwarten nicht, dass sie auf 50 Stundenkilometer herunterbremsen müssen", so Schilberg.

Kein Hinweis auf Gefahrenstelle

Seiner Ansicht nach fehlt auf der Abfahrt ein Hinweis auf die Gefahrenstelle Kurve. Außerdem müsse die Leitplanke unbedingt durchgezogen werden. "Laut besagter Richtlinie sollten die Straßen dort besonders gesichert sein, wo es bei einer Geschwindigkeitsübertretung zu schweren Unfällen kommen kann", so Schilberg. "Manche Behördenvertreter verlassen sich darauf, dass jeder Fahrer die Verkehrsschilder befolgt. Das reicht aber nicht aus."

Seiner Meinung nach müssen Autofahrer geschützt werden, auch wenn sie Fehler begehen, "besonders in Kurven und dort, wo sie tief fallen können." Beides trifft auf die Neue Rheinbrücke zu. "Der Fahrer mag zwar Schuld haben, aber deswegen muss er ja nicht umkommen", sagt Franz Schilberg. Auch Unschuldige könnten bei Eis oder nasser Fahrbahn auf das Geländer zuschlittern.

Sorry
Sorry ich darf über Einsätze in der Öffentlichkeit nicht sagen.
Info für grisuffkn
Von unbekannt
Einer der anderen Personen hat schwere Rückenverletzungen und muss seine Ausbildung abbrechen.
Was ist aus den anderen geworden?
Erstmal mein Beileid für deinen Kolegen. Mich würde interessieren als Einsatzkraft was aus den ...
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln