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26.06.2012  |  von  |  1 Kommentare

Konstanz Obere Laube soll nun endlich schön werden

Konstanz -  Der Beschluss fiel schon vor acht Jahren. Jetzt soll die Obere Laube zwischen Lutherplatz und Schnetztor tatsächlich saniert werden.

Eine Buckelpiste: Die Obere Laube soll nach dem Willen der Stadtverwaltung nun endlich saniert werden. Eine Zustimmung im Gemeinderat zum 1,45-Millionen-Euro-Projekt ist dieses Mal zumindest wahrscheinlich.  Bild: Hanser

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Redakteur Konstanz / Regionalleiter

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Weniger Lärm für die Anwohner, mehr Komfort für Busfahrgäste und weniger Gerumpel für Autofahrer, mehr Platz für Fußgänger, aber elf Stellplätze weniger: Das seit Jahren diskutierte Thema Umbau der Oberen Laube könnte nun tatsächlich konkret werden. Mehr als acht Jahre nach einem Grundsatzbeschluss wünscht sich die Stadtverwaltung vom Konstanzer Gemeinderat am Donnerstag eine Zustimmung zu dem vielfach verschobenen und verzögerten Vorhaben. Es wäre, so heißt es in der Vorlage an die Stadträte, vermutlich auch die letzte Chance, sich die Baukosten von geschätzt 1,45 Millionen Euro gut zur Hälfte vom Land bezahlen zu lassen.

Im Rat, der die Straßensanierung in den vergangenen Jahren vielfach zugunsten anderer Projekte zurückgestellt hatte, zeichnet sich dieses Mal eine breite Zustimmung ab. Immer wieder musste die Stadt auf der Oberen Laube kleinere Notfall-Reparaturen ausführen, zuletzt kosteten diese erst im Herbst 2011 stattliche 40 000 Euro. Das erklärte die Verwaltung auf Nachfrage von Stadtrat Roland Wallisch (Freie Grüne Liste). Der Technische und Umweltausschuss war bereits einstimmig dafür, dass auf der Laube nun endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Das heißt aber auch: Kaum ist die Begegnungszone am Bahnhof zumindest vorläufig gebaut, sollen die Bagger auf der anderen Seite der Altstadt anrücken. Das wenige hundert Meter lange Straßenstück wird nach den aktuellen Planungen im Prinzip neu gebaut. Der Gehweg auf der Stadt-Seite wird breiter, die Kreuzung am Lutherplatz neu organisiert. Weil auch die Obere Laube irgendwann ganz ohne Parkplätze sein soll und der von der Verwaltung so bezeichnete „Boulevard“ bis zum Schnetztor verlängert werden soll, entfallen elf Auto-Stellplätze. Das sei die Voraussetzung dafür, dass nach Fertigstellung von Ersatz-Parkplätzen an anderer Stelle der Mittelstreifen ohne großen Aufwand umgebaut werden kann und dann schon eine schöne Allee besteht. Die Laube soll zwei Fahrspuren je Richtung behalten, die unkompliziert zu Busspuren umgebaut werden können. Einige der Platanen müssten gefällt werden, heißt es in den Beschlussunterlagen weiter.

Für die Verkehrsteilnehmer würde die Baustelle eine neun Monate andauernde Belastung bedeuten. Die Bauzeit dürfte auch die besucherstarke Adventszeit und die Osterferien umfassen. Wenn der Gemeinderat auch dafür stimmt, hat die Obere Laube zwischen Schnetztor und Lutherplatz ab kommendem Sommer zumindest auf der Altstadtseite, für den Verkehr in Richtung Rhein, auch eine kombinierte Bus- und Radspur. Zudem soll sie dann den Verkehr auffangen, der vom Bahnhofplatz durch Tempo 20 verdrängt wird.

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1 Kommentare
laube sanierung
ich habe den Eindruck zum guten Schluss von Herrn Franks Amtzeit soll alles Grüne gerichtet werden.Ha Ha
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