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Konstanz Oberbürgermeister Uli Burchardt rüffelt den Stadtteil Egg

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats sagte der OB, er habe Sorge, dass Egg sich in eine Selbstwahrnehmung bringe, die nicht der Realität entspreche. Der Stadtteil bleibe ein sehr schöner Flecken von Konstanz. Unterdessen macht der Gemeinderat den Weg für die Bebauung der Egger Wiese frei.

Oberbürgermeister Uli Burchardt (CDU) hat im Gemeinderat deutliche Worte gefunden: „Ich habe die Sorge, dass der Stadtteil Egg sich in eine Selbstwahrnehmung bringt, die nicht der Realität entspricht.“ Grund für den Rüffel des OBs war die Debatte über die Bebauung der Egger Wiese. Nach massiven Protesten von Anwohnern ist zwar der Plan vom Tisch, dort eine Anschlussunterbringung für Flüchtlinge zu errichten. Doch gebaut werden muss eben doch – und zwar für das Handlungsprogramm Wohnen.

Ein ursprünglich vorgesehener Kindergarten sei durch die Erweiterung des Kindergartens St. Georg in Allmannsdorf und das Kinderhaus der Uni nicht mehr notwendig, heißt es in der Sitzungsvorlage zum Gemeinderat. Die Aufstellung eines Bebauungsplans für die Egger Wiese hatte der Technische und Umweltausschuss jüngst bereits empfohlen. Der Gemeinderat hat diese beschlossen – einstimmig.

Dem Beschluss ging indes eine kurze Wortmeldung von Andreas Ellegast (CDU), wohnhaft in Sichtweite des betroffenen Grundstücks, voraus. Er sagte beispielsweise, dass die Egger Bürger teilweise schockiert gewesen seien, in welche Ecke sie in der Debatte um die Flüchtlingsunterkunft gestellt worden seien. Auch darauf dürfte der OB mit seiner Aussage zur Debatte um die Egger Bebauung reagiert haben – die er übrigens nach eigener Aussage eher vom Rand verfolgt habe. Burchardt fuhr dann fort, dass in Egg ja keineswegs das letzte Fleckchen Grün zugebaut werde, zumal dieses Grundstück von Anfang an für einen Kindergarten vorgesehen gewesen sei. Der Stadtteil sei umgeben von herrlicher Natur und verfüge über einen langen Streifen des Bodenseeufers. Auch das Argument fehlender Infrastruktur ließ der OB nicht gelten. Denn Egg grenze mit Allmannsdorf an einen Stadtteil mit hervorragender Infrastruktur. Burchardt schloss mit der Feststellung, die Egger seien „nicht am ärmsten dran von allen“, sondern würden immer noch in einem sehr schönen Fleck von Konstanz leben.

 

Das Grundstück

Da es sich bei der Egger Wiese um Gemeinbedarfsflächen handelt, könnte sie nach einer Änderung des Bebauungsplans schnell bebaut werden. Die Fläche ist Teil des Handlungsprogramms Wohnen. Darüber, was darauf bebaut werden soll, sollen die Egger nicht mitreden dürfen, allerdings über das „Wie“.

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