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Konstanz Neues Kinderhaus Edith Stein nimmt Formen an

16.09.2010
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Es geht voran: Architekten haben ein neues Kinderhaus Edith Stein geplant. Der Ersatz für das abgebrannte Kinderhaus Edith Stein soll etwas größer werden als das alte Gebäude. Unklar und umstritten ist noch die Dachgestaltung

Konstanz – Wenn alles glatt läuft, können die Kinder und Erzieher des Kinderhauses Edith Stein in zwei Jahren ein neues Gebäude beziehen. Es ersetzt das Mitte Juni abgebrannte Haus an der Gustav-Schwab-Straße. Das neue Gebäude soll etwas größer werden als das alte. Noch unklar ist, ob es ein Flach- oder ein Satteldach bekommt.

Architekt Frank Schweighöfer vom Konstanzer Architekturbüro Schaudt stellte im Gestaltungsbeirat seine Pläne vor, die sich noch im Anfangsstadium befinden. Dieses Büro hatte auch 1994 das Vorgängergebäude erstellt. Architekturprofessor Fritz Auer, Vorsitzender des Gestaltungsbeirats, sagte: „Sie haben ja früher schon ein schönes Gebäude entworfen. Jetzt nutzen Sie die missliche Gelegenheit, das neue Haus in eine kompaktere Form zu bringen.“ Das heißt: Obwohl ein zusätzlicher Raum für eine Krippengruppe dazukommt und andere Bereiche etwas großzügiger gestaltet werden sollen, hat das neue Gebäude voraussichtlich nur rund 300 Quadratmeter mehr Nutzfläche.

Bei einem Ideenworkshop am 20. Juli haben Erzieher, Eltern, Vertreter von Stadt und Kirchengemeinde St. Gebhard als Träger gemeinsam überlegt, wie das neue Kinderhaus aussehen soll. Erhalten will man gute Eigenschaften des alten Gebäudes wie die Innenrampe als Verbindung von Erd- und Obergeschoss, die Balkone und die Küchenzeilen in den Gruppenräumen. Diese waren an einer Seite niedrig und für Kinder nutzbar, auf der anderen Seite höher und für Erwachsene geeignet. Geändert werden soll dagegen die Lage des Haupteingangs. Bislang war er an der Westseite des Gebäudes und somit etwas versteckt. Jetzt soll er an die Südseite verlegt werden. Auch Probleme des alten Gebäudes wie Überhitzung, wenig Stauraum und schlechte Akustik sollen ausgebessert werden.

Größter Unsicherheitsfaktor ist das Dach. Die Architekten haben je eine Planung für ein Flach- und ein Satteldach gemacht, tendieren aber selbst zum Flachdach. „Dann hätten wir größere Fenster, zusätzliche Balkonfläche und könnten das Dach als Spielfläche nutzen“, sagte Schweighöfer. Dagegen wandte Brigitte Leipold (SPD) ein: „Wegen der Nachbarn halte ich das nicht für geschickt.“ Günter Beyer-Köhler (FGL) wiederum entgegnete: „Es ist von der Akustik her doch egal, ob Kinder im Außengelände oder auf einem Dach spielen. Außerdem ist Kinderspielen kein Lärm.“ Im Bebauungsplan ist allerdings ein Walm- oder Satteldach vorgesehen. Dazu sagte Baurechtsamtsleiter Axel Mothes: „Der Bebauungsplan ist flexibel, wenn es im öffentlichen Interesse ist. In Konstanz besteht die Notwendigkeit, noch mehr Kindergartenplätze zu haben. Außerdem stimmte das alte Haus auch von vorne bis hinten nicht mit dem Plan überein.“ Kinderhausleiter Thomas Kannenberg freut sich über die Planung. „Das alte Haus werde ich trotzdem nicht vergessen“, sagte er.

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