Konstanz Neues Hotel in der Sigismundstraße geplant
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Konstanz – Die Hotelszene in Konstanz wächst weiter. Bärbel und Jürgen Wiedemann, die das „Barbarossa“ am Obermarkt und das „Viva“ in Litzelstetten betreiben, planen ein neues Haus in der Sigismundstraße 19. In diesem Gebäude, das der Familie Nissenbaum gehört, sollen 28 Hotelzimmer im Drei-Sterne-Bereich und darunter neun größere Appartements mit Küche für Selbstversorger entstehen. Im Moment werden die drei obersten Stockwerke bereits umgebaut. Die Wiedemanns träumen von einer „Oase der Ruhe“ mit Blick über ganz Konstanz. „Im achten Stock soll neben der Rezeption eine Lounge entstehen, in der die Gäste sich vom Alltag erholen können“, sagt Jürgen Wiedemann.
Norbert Henneberger, Leiter der Konstanzer Tourist-Information, beobachtet die Entwicklungen in der Hotelszene. Chancen für neue Hotels sieht er noch im Bereich Wellness. „Ich hätte mir auch ein Kongresshotel in Verbindung mit einem Konzerthaus vorstellen können“, sagt Henneberger. Dagegen hält er den Markt im Zwei- bis Drei-Sterne-Bereich durch den Bau des neuen Ibis-Hotels am Benediktinerplatz für gesättigt. „Wenn noch ein Hotel in dieser Sparte dazukommt, hängt seine Akzeptanz vom Konzept oder der Vermarktung ab“, sagt er. Bärbel Wiedemann hat sich für das neue Hotel schon ein Konzept überlegt. So ist zum Beispiel eine afrikanische Lounge im Gespräch. Die Zimmer sollen von der Einrichtung her Bezug zum Bodensee haben. Ein Name für das neue Haus steht dagegen noch nicht fest.
Ob ein paar Stockwerke über dem Restaurant Suppengrün aber wirklich ein Hotel entsteht, hängt noch von der Stadt Konstanz ab. Sie entscheidet über die Genehmigung. Dazu werden im Moment auch noch die Nachbarn angehört. Schließlich waren in dem Haus bis vor kurzem einige Büros des Finanzamts untergebracht. Axel Mothes, Leiter des städtischen Baurechts- und Denkmalamts, sagt: „Die Finanzbeamten haben leise vor sich hingearbeitet, ein Hotelbetrieb wird lauter.“ Er geht aber davon aus, dass die Genehmigung erteilt wird. Die Tatsache, dass in dem Gebäude vor rund 20 Jahren schon einmal das Hotel „Panorama“ beherbergt war, spielt für die Entscheidung keine Rolle. Jürgen Wiedemann hofft, dass alles glatt läuft und er zur Jahresmitte das neue Hotel eröffnen kann.
Ende 2010 geben die Wiedemanns dafür das „Barbarossa“ ab, weil der Pachtvertrag ausläuft. Nachpächter wird der 30-jährige Eigentümersohn Florian Miele mit seiner Frau Christiane. Ein bisschen Wehmut schwingt schon mit, wenn Jürgen Wiedemann an das Ende seiner Barbarossa-Zeit denkt: „Meine Familie hatte das Hotel 44 Jahre lang als Pachtbetrieb. Als mein Vater es übernommen hat, war ich zwölf Jahre alt, ich bin hier groß geworden.“ Dennoch komme das Ende nicht überraschend. „Wir wissen das jetzt seit fünf Jahren“, so der Hotelier.
Kommentar: Es fehlt noch an Bandbreite
Hotelier-Paar Wiedemann gibt Barbarossa ab
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