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Konstanz Neuer Wohnraum für Studenten und Senioren

Am Bahnhof Petershausen sollen Wohnungen für rund 180 Studenten entstehen. Die Stadtverwaltung befürwortet entsprechende Pläne.

Die alten Gebäude am Bahnhof Petershausen (Bildmitte) sollen abgerissen werden. Auf dem Areal an der Schneckenburgstraße, inklusive Grünfläche, sind Studentenwohnungen geplant (siehe Grafik, die das Areal aus gegensätzlicher Perspektive zeigt).
Die alten Gebäude am Bahnhof Petershausen (Bildmitte) sollen abgerissen werden. Auf dem Areal an der Schneckenburgstraße, inklusive Grünfläche, sind Studentenwohnungen geplant (siehe Grafik, die das Areal aus gegensätzlicher Perspektive zeigt). | Bild: Bild: Hanser

Konstanz – Das Empfangsgebäude am Bahnhof Petershausen ist überflüssig geworden. Das Areal zwischen der Schneckenburgstraße und den Bahnsteigen gehört der Deutschen Bahn AG (DB). Sie will Wohnungen für rund 180 Studenten bauen, geplant sind Einzel- und Doppel-Appartements. Denkbar sind zudem Wohnformen wie altengerechtes Wohnen oder Wohnateliers (Wohnen und Arbeiten). Die DB möchte das alte Gebäude auf jeden Fall abreißen, da es nur eingeschossig ist und eine Sanierung zu aufwändig wäre. Der Kiosk auf dem Areal muss ebenfalls weichen. Es ist weiter geplant, die kleine Grünfläche zur Schneckenburgstraße hin zu nutzen.

Die DB Services Immobilien GmbH, Niederlassung Karlsruhe, hatte ihre Pläne bereits dem Beirat für Architektur und Stadtgestaltung vorgelegt. Die Mitglieder begrüßten den Entwurf, regten aber die alternativen Wohnformen an.

Senioren-Wohngruppen denkbar

Die DB plant auf dem langgezogenen Grundstück entlang der Gleise sechs einzelne, viergeschossige Blöcke, dazwischen liegen Höfe. Die Appartements sollen jeweils über gemeinsame Küchen und Aufenthaltsräume verbunden werden. Dadurch wird ein Riegel entlang der Gleise geschaffen, der zugleich als Lärmschutz dient. Im Erdgeschoss des Neubaus sind Flächen für Gastronomie und Handel vorgesehen. Die Stadtverwaltung schlägt zudem vor, ein kleines Pflegeheim einzubeziehen mit einem Wohngruppen-Konzept für maximal 15 Personen pro Gruppe. Zusätzlich wären Seniorenwohnungen und Dienstleistungen im Bereich Pflege/Gesundheit denkbar. Die Verwaltung will das gesamte Projekt nun mit der Bauherrin weiterentwickeln.

Mahnender Verweis aufs Grün

Die Bürgergemeinschaft Petershausen hatte jüngst verlauten lassen, sie befürchte einen Kahlschlag auf der Fläche beim Empfangsgebäude. Man begrüße die städtebauliche Umgestaltung, erwarte jedoch eine schonende Behandlung des Grünbestands. Die Stadtverwaltung teilt die Bedenken nicht. Durch die Aufwertung des gesamten Brachgeländes werde der Stadtteil grüner, argumentiert sie. Es handle sich um eine qualitätvolle Stadtentwicklung.

Zurzeit bauen im neuen Stadtquartier am Bahnhof Petershausen die städtische Wohnbau-Gesellschaft Wobak und der private Bauträger Bouwfonds Rhein-Neckar GmbH Eigentums- und Mietwohnungen. Einen weiteren Komplex mit 178 Wohnungen an der Ecke Schneckenburg-/Bruder-Klaus-Straße erstellt das Bauunternehmen Manfred Löffler aus Mengen.

Mit dem neuen Vorhaben der Bahn befasst sich der Technische und Umweltausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag, 16. September. Beginn ist um 16 Uhr im Rathaus an der Laube. Falls die Räte zustimmen, wird die Verwaltung weiter verhandeln.

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