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Konstanz Neuapostolische weisen Vorwürfe zurück

21.09.2011
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Sie verstehen sich nicht als straff organisierte Sekte, sondern als eine christliche Kirche: Nach den Vorwürfen eines Stadtrats wehrt sich die Neuapostolische Gemeinde Konstanz. Vorsteher Wolfgang Friedrich betont, es werde „in das Privatleben überhaupt nicht eingegriffen.“

In Interview mit dem SÜDKURIER beklagte der Konstanzer Gemeindevorsteher der Neuapostolischen Kirche (NAK) Wolfgang Friedrich, dass sich Stadtrat Holger Reile (Linke Liste) weder bei der Gemeinde selbst noch aktuell über die Kirche informiert habe. Reile hatte in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Horst Frank (Grüne) bemängelt, als Stadtoberhaupt habe er mit einem Grußwort zum 100-jährigen Bestehen eine Glaubensgemeinschaft aufgewertet, die bedenkliche Positionen vertrete.

Reile hatte in seinem Brief an den OB von „intoleranten Glaubenskriegern“ geschrieben und wörtlich behauptet: „Ihnen scheint entgangen zu sein, dass sich die NAK seit langen Jahren der Ökumene verschließt und sich weiterhin für die allein seeligmachende Erlösergemeinschaft hält. Das starre Glaubenssystem duldet keinen Widerspruch, wer innerhalb dieser Sondergemeinschaft auch nur leise Kritik übt, wird unter Druck gesetzt und, leistet er keine Abbitte, isoliert und von der Gemeinschaft ausgeschlossen. Frauen haben bei der NAK kaum etwas zu sagen, an der Spitze dieser Gruppierung stehen ausschließlich Männer. Kinder werden mehrmals wöchentlich zu stundenlangen "Gottesdiensten" genötigt und können sich nicht dagegen wehren.“

Dem tritt Friedrich, dessen Gemeinde am Sonntag öffentlich feiert, massiv entgehen. Gegenüber dem SÜDKURIER sagte er: „Ich bin dankbar, dass der Oberbürgermeister unser soziales Engagement in der Stadt gewürdigt hat und zum Festtag dieses Grußwort gesprochen hat. Zur Kritik will ich einfach für unsere Gemeinde antworten: In der Kritik von Herrn Reile habe ich mich nicht wiedergefunden, genauso wenig wie die Geschwister aus unserem Kreis, mit denen ich gesprochen habe. Unsere Gemeinde ist eine offene und fröhliche, der Besuch der Gottesdienste ist selbstverständlich freiwillig.“ Die Angebote für Kinder und Jugendliche zum Beispiel, die Sonntagsschulen, Vorsonntagsschulen, Jugendgottesdienste, all das sind freiwillige Angebote.“

Zudem wirft Gemeindevorsteher Friedrich dem Stadtrat Reile unsaubere Recherche vor: „ Es wäre sicher ratsam gewesen, mit uns Kontakt aufzunehmen, bevor man auf Informationen und Zahlen zurückgreift, die 20 oder 30 Jahre alt und nicht zutreffend sind. Warum hat man nicht das Gespräch mit uns gesucht, bevor so eine Kritik in der Art und Weise lanciert wird?“

40 Ökumene- und Weltanschauungsbeauftragte der christlichen Kirchen hatten sich im vergangenen Jahr sich in Berlin intensiv mit der NAK beschäftigt. Sie würdigten die Wandlungsprozesse innerhalb der NAK, forderten zugleich aber auch mehr Verbindlichkeit. In einer Pressemitteilung des Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen zur Tagung heißt es: „Manche NAK-Mitglieder erleben die Gruppenstruktur ihrer Kirche und die apostolische Autorität immer noch als einengend und vereinnahmend.“

In dieser Kirche aufgewachsen
...können nur die Aussteiger berichten. Und es ist gut, wenn darüber sachlich informiert wird.
In dieser Kirche aufgewachsen
Ich hatte das Schicksal, in eine neuapostolische Familie hineingeboren zu werden, und kann Herrn ...
?
holger seile, wer ist das? ein weiterer bessermensch aus dem links-grünen milieu?!
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