Konstanz – Manche bekannten Fasnachts-Gesichter fehlten am Samstagabend auf der Bühne. Ein vollbesetzter Unterer Konzilsaal erlebte aber, dass auch die Jungen und Neuen die Konstanzer Fasnacht mit Witz und Ideen am Leben erhalten werden: Der charmante Damenchor „Knall-Bonbons“, die junge Trommlerin Meike Baur in ihrer ersten Büttenrede und der inzwischen allgegenwärtige Mario Böhler bereicherten ein mehr als vierstündiges Programm, in dem aber auch die Altstars Konrad Schatz, Norbert Heizmann und Alfred Heizmann sowie das Textkischtle-Trio Glanzlichter zu setzten vermochten.
Zur langwierigen Prozedur wurde die Ehrung des Redaktionsleiters Kultur und Unterhaltung beim SWR, Gerd Motzkus. Nicht nur reagierte er selbst mit einer umfassenden Büttenrede auf die Ernennung zum Burgherren. Unverständlich blieb vielen Besuchern, warum er auch noch zwei Akteure aus der Pfalz und aus der Schweiz mitbringen musste. So war es weit nach Mitternacht, als der ganze Saal zur Niederburg-Hymne „Ja, wenn der ganze Bodensee…“ schunkelte und dann den späten Heimweg antrat.
Für einen Höhepunkt sorgte der Burgherr 2009, Alt-Ministerpräsident Erwin Teufel. Mit feiner Ironie las er den stolzen Konstanzer ein wenig die Leviten und meinte: „Die Konstanzer sind halbe Schweizer, wenn es ums Tanken geht, sogar ganze.
