Beim vierten Schülerkongress science4us haben 250 Nachwuchsforscher sich mit spannenden Themen auseinandergesetzt. Die Schülerredakteure Seleste Malcangi und Maike Baur berichten von dem Forschertag.
Konstanz – Aufgeregte Gespräche füllen den Hörsaal R712 der Uni Konstanz. 250 Schüler aus dem ganzen Landkreis haben sich dort eingefunden, um beim Projekt science4us Naturwissenschaften hautnah zu erleben.
Als Uni-Rektor Ulrich Rüdiger den Raum betritt, kehrt schlagartig Ruhe ein. Nach seiner motivierenden Ansprache hält Michael W. Tausch, Professor im Fachbereich Chemie der Uni Wuppertal, einen interessanten Vortrag über springende Elektronen, die in Flüssigkeiten durch Lichteinfluss die Farbe verändern. Tosender Beifall. Danach sind die Schüler dran und halten Vorträge über allerlei Themen aus unterschiedlichen naturwissenschaftlichen Teilgebieten. So wird unter anderem über selbstreinigende Scheiben referiert oder über den Labyrinth-Roboter Laby, der seinen Weg aus jedem Irrgarten findet. Der Konstanzer Uni-Professor Valentin Wittmann moderiert den Kongress mit viel Humor und Enthusiasmus. „Ich bin begeistert von dem großen Engagement der Teilnehmer und von der Qualität der verschiedenen Vorträge“, sagt er am Abend.
Zur Mittagspause bildet sich eine meterlange Schlange vor der Mensa, bei der sich die hungrigen Kongressteilnehmer den Bauch vollschlagen. So mancher Student scheint über den Andrang etwas verwirrt zu sein. Nach dem Essen sammeln die Schüler erneute Konzentration für Teil zwei der Vorträge, bei denen die Zuschauer fasziniert Fragen stellen und sich rege am Geschehen beteiligen. Selbst Michael Tausch, Autor von über 20 Lehrbüchern der Chemie, äußert sich begeistert über den „bunten Strauß an Beiträgen“. Er lobt das lodernde Interesse an Biologie, Chemie und Physik.
Am Nachmittag schwärmen die Schüler aus und erkunden das Uni-Gelände. Auf sie warten Praktika und Führungen in unterschiedlichen Bereichen wie der Tierversuchsanstalt und dem botanischen Garten. Am Ende des informationsreichen Tages bringt Comedian Tobias Bücklein den Hörsaal mit einem Laser-Bass und Rockmusik zum Kochen. Begeistertes Klatschen und Pfeifen begleiten sein ironisches Lied über die Anatomie und die Ernsthaftigkeit der Chemiker. Selbst Valentin Wittmann schmunzelt.
Michael Tausch zeigt sich am Ende sehr zufrieden mit dem Tag. Gegenüber der Schülerredaktion erwähnt er: „Dieser Tag ist durchaus vergleichbar mit einem wissenschaftlichen Symposium und es ist toll, dass sich die Zuschauer auch alle an den regen Diskussionen beteiligen.“ Die Veranstalter hoffen, mit dem Schülerkongress das Interesse vieler junger Menschen für naturwissenschaftliche Studiengänge geweckt zu haben und wünschen sich auch weiterhin solch großes Engagement.
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