Christian Vassallo hat nicht viel geschlafen in der vergangenen Nacht. Vassallo ist Angestellter bei der Konstanzer Kanalreinigungsfirma Schupp. „Ich habe mein Bett erst zwischen drei und vier Uhr nachts gesehen“, sagt er einen Tag nach dem Hagelunwetter. „Seit dem Nachmittag waren wir mit drei Leuten unterwegs, um die Kanäle und Rohre frei zu kriegen. Allein am Sternenplatz war ich gestern zwei Stunden lang beschäftigt“, sagt Christian Vassallo. „Das war ziemlich kalt, weil meine Schuhe nur bis zum Knöchel reichen, das Wasser aber knietief war. Also bin ich barfuß ins Wasser gegangen“, erzählt er. Um seine eigene Wohnung, bei der die Fenster gekippt waren, kann Vassallo sich erst in ein paar Tagen kümmern. „Es dauert sicher noch bis Donnerstag oder Freitag, bis wir fertig sind“, meint Vassallo.
Bäume auf der Insel Mainau entwurzelt
Auf der Insel Mainau wurden durch den Hagelsturm fünf Bäume entwurzelt, abgeknickt oder so schwer beschädigt, dass sie gefällt werden mussten – darunter auch eine 1875 gepflanzte Gleditschie. Obwohl der Sturm mit Spitzengeschwindigkeiten von etwa 100 Stundenkilometern über die Insel fegte, hielt sich der Schaden laut Pressesprecher Florian Heitzmann aber in Grenzen. Drei kleine Parkbereiche bleiben vorübergehend gesperrt, bis die Gefahrenstellen beseitigt sind.
Der Konstanzer Friedhof sieht eine Nacht nach dem Unwetter wieder ziemlich aufgeräumt aus. „Menschen, die ihre Gräber besuchen, nehmen es mit Fassung, dass ihre Beete teils verwüstet sind“, sagte Barbara Weltin, Abteilungsleiterin Friedhof bei den Technischen Betrieben, auf Nachfrage. „Manche sind schon dabei, ihre Gräber neu zu bepflanzen.“
Mit Nacharbeiten beschäftigt ist auch die Konstanzer Feuerwehr. Die Einsatzkräfte beseitigten aktuell noch kleinere Bäume und Geäst, die Straße und Wege blockieren.
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