Konstanz Mobil für Intensivpatienten
Sie bereiten das Intensivmobil vor: Christoph Lipps (links), Mitarbeiter Kardiotechnik des Herrzentrums, und André Barth, Rettungsdienstleiter bei Rescue-Med. Bild: Bild: Hanser
Zum Einsatz kommt auch ein neues Gerät, das die Experten des Herzzentrums mitentwickelt haben.
Dabei handelt es sich um die kleinste momentan verfügbare mobile Herz-Lungen-Maschine. Jene, die bei Herzoperationen verwendet werden, haben gut die Größe eines Kühlschranks. Die kleine Ausgabe hat bereits bei mehreren Verlegungen die Lebensfunktionen der Patienten aufrechterhalten, erläutert Martin Costa, Geschäftsführer der Herzzentren in Konstanz und Kreuzlingen. Die „Life-Box“, wie sie genannt wird, haben die Spezialisten der Kliniken mitentwickelt und bei Bedarf ist sie Bestandteil des neuen Intensivmobils. Etwa 250 000 Euro hat das Herzzentrum an der Luisenstraße in die Beschaffung des Fahrzeugs investiert. Äußerlich wirkt es wie ein Rettungswagen, doch das Entscheidende steckt im Innenraum. Er ist mit all jenen Geräten ausgestattet, die für Intensivpatienten wichtig sind. Kurz beschrieben ist das Mobil eine Intensivstation auf Rädern.
In dieser fährt neben Rettungssanitäter und Intensivfachkraft stets ein Mediziner mit entsprechender Qualifikation mit. Etwa 200 Transporte zählt Geschäftsführer Martin Costa pro Jahr, fünf bis sechs in der Woche. Diese Zahl kann er bereits jetzt nennen, weil es für das Herzzentrum das bereits dritte Intensivmobil ist. Das erste hat das Unternehmen 1998 in Betrieb genommen, es später durch ein zweites ersetzen müssen. Dieses wird seinen Standort künftig in Kreuzlingen haben, das jetzt noch moderner ausgestattete in Konstanz.
In Baden-Württemberg gibt es fünf Intensivmobil-Standorte, einer davon ist an der Luisenstraße. Der Wagen werde für Fahrten in einem Radius bis nach Ravensburg eingesetzt. „Bei weiteren Strecken wird der Patient geflogen“, sagt Martin Costa – nur wenn der Hubschrauber nicht abheben könne, fahre der Spezialwagen. Je kürzer die Transportzeit, desto besser für die Gesundheit des Patienten, sagt der Geschäftsführer. Die Stromversorgung für die hoch sensiblen und lebenserhaltenden Geräte bleibe in jeder Situation gewährleistet. Des Weiteren sei das Fahrzeug darauf ausgerichtet, auch schwergewichtige Patienten transportieren zu können. Die Herzzentren in Kreuzlingen und Konstanz sind private Einrichtungen. Sie erhalten keine Landeszuschüsse und haben auch das Intensivmobil komplett selbst bezahlen müssen. Auf Schweizer Seite ist dem Herzzentrum der Rettungsdienst Rescue-Med angeschlossen, der die Notfallversorgung im Thurgau übernimmt.
