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Konstanz Mit Tränen in den Augen

23.10.2009
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Für viele begeisterte Segler ist der 23. Oktober ein Tag, der böse Erinnerungen weckt: Vor 30 Jahren brannte die ehemalige Schiffswerft im Konstanzer Hafen ab. Etwa 30 Segel- und Motorboote, die im Winterlager der Halle waren, verbrannten völlig. „Ich habe viele Menschen am Hafen mit Tränen in den Augen gesehen“, erinnert sich Zeitzeuge Manfred Büsing.

Über der Stadt stand ein heller Feuerschein. Manfred Büsing stand fassungslos am Hafen: „Es war eine Riesenfackel, da konnte man schon Angst bekommen.“ Die Werft war aus Holz gebaut und brannte wie Zunder. „Am Boden lag die Glut einen Meter dick“, erzählt er.

Der Brand brach in den frühen Morgenstunden aus. Als die Feuerwehrleute eintrafen, stand der rund 80 Jahre alte Bau schon in hellen Flammen. Hilfe kam auch von den Feuerwehrkameraden aus dem benachbarten Kreuzlingen. Zweieinhalb Stunden brauchten die Einsatzkräfte, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Durch die gefüllten Tanks der Boote kam es immer wieder zu kleineren Explosionen – und das Feuer fand neue Nahrung. „Nach knapp einer Stunde stürzte das mächtige, über 60 Meter lange Dach der Halle krachend in die hochgehenden Flammen“, berichtete der SÜDKURIER. Der Schaden wurde auf eineinhalb bis zwei Millionen Euro geschätzt. Die Polizei vermutete Brandstiftung als Ursache, der Fall wurde aber nie aufgeklärt.


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