Der Technische Ausschuss beauftragt die Verwaltung, Tourismus-Fördermittel für das Vorhaben zu beantragen, das in mehreren Abschnitten verwirklicht werden könnte. Der Ausschuss empfiehlt die Aufnahme des Projekts in den Haushalt.
Das Konzept sieht vor, das bestehende Natursteinpflaster ums Konzil zu erweitern und freizustellen. In Richtung Marktstätten-Unterführung sind im Anschluss neue Sitzstufen mit Holzauflagen geplant. Anstelle der Brunnen und Beete mit Liegewiese soll vor dem Konzil ein Freiplatz für Veranstaltungen und Aktionen entstehen, gesäumt von Bäumen, Sitz- und Liegemöbeln aus Holz. An der Baumreihe zur Katamaran-Anlegestelle sollen bewegliche Sitzmöbel den Wartenden zur Verfügung stehen. Es sind Bodenstrahler vorgesehen, die die Blätterdächer beleuchten, und in den Abendstunden den Eindruck vermitteln, sie schwebten. Weiter geplant ist, die Stufen am Gondelhafen zu Sitzgelegenheiten auszubauen.
Zu den Kritikern der Pläne gehört Regine Rebmann (Freie Wähler): „Ich sehe keine Verbesserungen, die es rechtfertigen, diesen Betrag auszugeben.“ Werner Allweiss (Grüne) zweifelt, dass die Stadt in absehbarer Zeit das Geld für das Vorhaben aufbringen kann. Holger Reile (Linke) sieht dringlichere Vorhaben, etwa die Bahnhofsunterführung. Er geht davon aus, dass sich der stellenweise schäbige Bodenbelag mit einfachen Mitteln verschönern und durch Sitzmöbel ergänzen ließe. Auch Jürgen Ruff (SPD) hätte eine einfache Lösung, nämlich die Fortsetzung der Bepflasterung an der Hafenstraße, begrüßt, sagte aber auch, unter den vorgelegten Konzepten sei das ausgesuchte das beste. Seine Fraktionskollegin Brigitte Leipold bezeichnete die Entwürfe dagegen als nicht überzeugend.
Zu Befürwortern der Neugestaltung gehört Jürgen Wiedemann (Neue Linie). Zu einem sanierten Konzil gehöre auch ein neu gestaltetes Umfeld. Der Platz habe heute den Charme der 50er- und 60er-Jahre. Anne Mühlhäußer (Grüne) betrachtet die hochwertige Gestaltung von Plätzen, auf denen sich die Menschen gern aufhalten, auch als eine Leistung fürs soziale Zusammenleben. „Ich sehe das nicht als Luxus.“ Johannes Hartwich (FDP) hält es für wichtig, sich über die Plätze ums Konzil Gedanken zu machen. Er begrüßt, dass vor dem Konzil neuer Raum für Veranstaltungen und Aktionen entsteht. Heinrich Fuchs (CDU) betrachtet die Planung als gelungen. Die wassergebundene Decke müsse allerdings so gestaltet werden, dass sie bei Regen nicht zu stark aufweicht.
Von 2014 bis 2018 jährt sich das Konstanzer Konzil zum 600. Mal. Die Planungen für die Jubiläumsfeier sind bereits in vollem Gange - sie beinhalten auch eine Umgestaltung des Geländes rund um das Konzilgebäude am Konstanzer Hafen.

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