Konstanz Mieter für Villa Prym gesucht
Der Yachtclub hat den Vorgriff für die Miete des Hinterhauses der Villa Prym. Der Vereinsvorsitzende Ewald Weisschedel ist darüber erleichtert. Bild: Bild: Rindt
Konstanz – Die Stadt Konstanz sucht Mietnachfolger für die Räume in den Obergeschossen der Villa Prym an der Seestraße. Für das freistehende Haus im Rücken der Gründerzeit-Villa hat der Yachtclub Konstanz mit seinen 450 Mitgliedern den Vorgriff. Der Haupt- und Finanzausschuss sprach sich dafür aus, mit den Wassersportlern Verhandlungen über die Mietbedingungen aufzunehmen. Sollte er abspringen, könnte das Nebengebäude noch ins Paket der Räume aufgenommen werden, die die Stadt zur Miete ausschreiben will.
Der Yachtclub hat schon seit 50 Jahren Vereinsräume im Erdgeschoss, die er auch künftig weiter nutzen kann. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Haupt- und Finanzausschuss schon vor elf Jahren gefasst. Der Verein hatte nun starkes Interesse angemeldet, sich auch im Hinterhaus einzumieten. „Wir platzen aus allen Nähten“, sagt der Vereinsvorsitzende Ewald Weisschedel auf Nachfragen. Es fehle an Platz für die Segel der Kinder- und Jugendarbeit. Die zweite Garage am Nebenhaus würde dieses Problem lösen. Im Haus könnten die Schüler des Segel-Clubs sowie die Archive der Segler unterkommen. Sie müssen sich derzeit mit sehr engen Räumen begnügen.
Johannes Kumm vom Hochbauamt gab im Ausschuss zu bedenken: möglicherweise gehe der Stadt ein „dicker Fisch“ durch die Lappen, wenn das Hinterhaus aus dem Mietpaket genommen werde. Vertreter der SPD und der Grünen forderten, die Villenräume und das Nebenhaus im Paket abzubieten. Jürgen Leipold (SPD) sieht den Club schon gut bedient mit den Räumen im Erdgeschoss. Grundsätzlich, so betonte er, sei aber die Art der Nutzung in dem markanten Haus an der Seestraße wichtiger als der Ertrag. In der Abstimmung setzten sich die bürgerlichen Parteien mit der Yachtclub-Lösung durch. Sie sagten, sie wollten den Seglern Planungssicherheit geben.
Für die Räume in den Obergeschossen der Villa Prym wünscht sich die Stadt einen Mieter, der teil-öffentliche Nutzungen ermöglicht. Ausgeschlossen sind produzierendes Gewerbe und die Umwandlung in Wohnraum. Die Räume eigneten sich aber für Büros und Anbieter von Dienstleistungen, heißt es bei der Stadt. Die Obergeschosse in der Villa werden frei, weil das Institut für Kommunikationsdesign der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung sie verlässt. Es zieht in den Neubau an der Hochschule.
