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27.01.2011  |  von  |  0 Kommentare

Konstanz Mehr Raum für stürmisches Wachstum

Konstanz  -  Das Konstanzer Vorzeige-Unternehmen GATC Biotech hat fünf Millionen Euro in einen Anbau investiert und will weitere Arbeitsplätze schaffen.

Glücklich über den Neubau der Firma GATC Biotech im Gewerbegebiet Stromeyersdorf: Oberbürgermeister Horst Frank, die GATC-Vorstände Peter und Thomas Pohl, Architekt Marcus Giel und GATC-Vorstand Marcus Benz (von links).  Bild: Bild: Rau

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Redakteur Konstanz / Regionalleiter

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Mehr Raum für stürmisches Wachstum

Konstanz – Die Kurve ist fast unglaublich: Etwas über 20 Mitarbeiter hatte das Konstanzer Unternehmen GATC Biotech im Jahr 2003, acht Jahre später sind es fast siebenmal so viele. Das Geschäft mit der Sequenzierung von Erbgut boomt, Forschungsinstitute wollen ebenso in den Kern der Biologie vordringen wie Nahrungsmittelkonzerne. Und die Technik wird immer besser und immer schneller. Die Entschlüsselung des menschlichen Genoms hatte vor einigen Jahren noch tausende Wissenschaftler über Jahre in Atem gehalten. Heute schafft ein einziger Roboter dies in einer Woche. Was einst ein Budget von 2,5 Milliarden Euro verschlang, ist inzwischen für 20 000 Euro zu haben.

Thomas Pohl, einer der Vorstände von GATC Biotech, hat allen Grund, mit Stolz und Optimismus auf seine Firma in Stromeyersdorf zu blicken – nicht nur bei der Einweihung des Anbaus. Für rund fünf Millionen Euro ist Raum für 100 Arbeitplätze entstanden, allein 2011 sollen in Konstanz weitere knapp 20 Mitarbeiter eingestellt werden.

Auch Thomas Pohls Bruder und Vorstandskollege Peter Pohl zeichnet eine Erfolgsgeschichte nach: Seit 2007 können Proben über Nacht analysiert werden, am nächsten Morgen können sich die Kunden die Ergebnisse über das Internet abrufen. Dennoch sei der Standort Konstanz wichtig, sagt Thomas Pohl: Man bekomme gute Mitarbeiter besser in die größte Stadt am See. Und immerhin war die Gründung des Unternehmens eine direkte Auswirkung der Universität Konstanz: Vater Fritz Pohl war Biologieprofessor und legte den Grundstein für GATC.

So hebt dann auch Oberbürgermeister Horst Frank die Bedeutung des Wissenstransfers von den Hochschulen in die Wirtschaft hervor. GATC sei ein Musterfall, wie sich ein Standort entwickeln könne, sagt er; Konstanz wolle sich weiter als Motor in Netzwerken wie etwa Biolago engagieren. Zugleich lebe GATC auch die Verantwortung für die Mitarbeiter, so der OB weiter, der die Einweihung auf die Formel brachte: „Ein schöner Tag für Konstanz.“

Seiten 6 und 18

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