Lückenschluss für den Radweg entlang der Gleise vom Bahnhof Reichenau bis nach Konstanz-Petershausen. Das 1,8 Kilometer lange Teilstück vom Bahnhof Wollmatingen bis zum Bahnhof Reichenau hat eine Asphaltdecke bekommen und wurde auf drei Meter Breite ausgebaut. Darüber führt ab sofort der Radreiseverkehr der Bodensee-Umrunder. Die Beschilderung steht nach Behördenangaben. Der ausgebaute Rad- und Fußweg gewinnt ab Montag noch weitere Bedeutung. Denn dann ist wegen Bauarbeiten an der B 33 neu der seenahe Radweg von Konstanz zur Reichenau komplett gesperrt. Die Zukunft dieses Weges ist noch offen. Er sollte eigentlich als Ausgleich für den Ausbau des Radwegs an den Gleisen verschwinden. Dies ist mit dem Naturschutzbund abgesprochen. Nun setzt sich aber die Reichenau für den Erhalt einer schmalen Furt, etwa für Berufspendler ein.
Die Kosten für den Ausbau des Radwegs an den Gleisen liegen bei 750 000 Euro. Der Bund übernimmt sie zum großen Teil. Der Reichenauer Bürgermeister Wolfgang Zoll sagte bei der gestrigen Eröffnung der neuen Komfortstrecke für Radfahrer, die Gemeinde habe für die Beleuchtung Geld in die Hand genommen. Konstanz könne dem Beispiel folgen.
Der Konstanzer Bürgermeister Kurt Werner ließ offen, ob die Stadt Gelder dafür zur Verfügung stellen kann. Er nannte den erneuerten Weg eine Bereicherung für den touristischen Radverkehr und den der Anwohner. Werner kündigte an, die Stadt sei dabei, eine Engstelle am Bahnhof Wollmatingen zu beseitigen. Vollendet ist der neue Anschluss allerdings erst, wenn auch die Querung am Bahnhof Reichenau radfahrerfreundlich umgebaut ist und die Anschlüsse zum neuen Radweg zur Waldsiedlung und zum Lindenbühl stehen. Über den Mühlenweg wird noch eine Brücke gebaut. Dazu müsse aber der Radweg nicht nochmals gesperrt werden, versicherten gestern Vertreter der Behörden.
Bürgermeister Werner erinnerte an Hürden beim Ausbau des Radwegs. Wegen der nahen Gleise und der Hochspannungsleitungen dort musste ein Zaun aufwändig geerdet werden. So sei gesichert, dass beim Herunterfallen einer Leitung der Strom nicht über den Zaun weiter geleitet wird, sagt Dieter Bollinger vom Regierungspräsidium.
Gutes Radwegenetz und ebene Strecken: Konstanz gilt als Paradies für Radfahrer. Doch nicht alles ist aus Sicht der Radler so rosig wie es scheint - sie fordern weitere Verbesserungen am Radwegenetz. Und auch mit anderen Verkehrsteilnehmern kommen Radfahrer in Konstanz immer wieder in Konflikt. Lesen Sie alles rund ums Thema in unserem Online-Dossier.
Also: Ich drücke die Daumen, dass der ... mehr ...