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Konstanz

Mahnzeichen für Elser

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Eine moderne Potraitbüste erinnert seit Sonntag an den Hitler-Attentäter Johann Georg Elser. Er hatte vor 70 Jahren versucht, den Diktator umzubringen und wurde bei seiner Flucht in die Schweiz in Konstanz gefasst.

Foto: Olli Hanser

Siebe Jahre lang hat der Widerstandskämpfer im Bodenseeraum gelebt und war auch in das soziale Leben in Konstanz integriert. An den Handwerker erinnert seit Sonntag an der Schwedenschanze ein Mahnzeichen. Museumsdirektor Tobias Engelsing und der emeritierte Konstanzer Geschichtsprofessor Lothar Burchardt sprachen bei der Gedenkfeier vor hunderten Gästen von einem mutigen Einzelkämpfer, der in einer gleichgeschalteten Gesellschaft als einer der wenigen gegen den Terror etwas zu unternehmen versucht habe. Elser hatte am 8. November 1939 im Münchener Bürgerbräu-Keller den Diktator mit einer zeitgesteuerten Bombe zu töten versucht. Das Attentat, bei dem sieben Nationalsozialisten und eine Kellnerin starben, schlug fehl, weil Hitler den Schauplatz ungeplant früh verlassen hatte.

KOMMENTARE [4]
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szmtag
posthum

von blackforest26 (250 Beiträge) 08.11.2009 21:15

sollte man ihm den Friedens-Nobelpreis geben und nicht so nichtssagenden Politikern. Elser, sie haben meinen vollen Respekt!
szmtag
Friedensnobelpreis für eine Bombe?

von heroldf (2 Beiträge) 08.11.2009 21:54

Den Friedensnobelpreis für ein Attentat, das wäre wohl eine bahnbrechende Neuerung. In diesem Falle würde ich dem sogar zustimmen, da durch den Tod eines Menschen Millionen Leben hätten gerettet werden können. Aber das ist natürlich Spekulation.

Was Fakt ist, ist dass dieser Mensch zur damaligen Zeit als einer der wenigen klar denken konnte als die meisten wie die drei Affen nichts von allem mitbekommen wollten beziehungsweise auch noch tatkräftig mitgemacht haben. So übrigens auch ein Herr Stauffenberg. Das der heute immer noch als großer Freiheitskämpfer verehrt wird ist ein Witz der Geschichte. Beim Weltkrieg und beim Holocaust hat er brav mitgemacht, erst als er sah, es könnte für ihn eng werden wollte er doch noch putschen.

Elser war einer der ganz großen in der deutschen Geschichte, ihm wird viel zu wenig Anerkennung zuteil und das traraa um dieses Büstchen war lächerlich. Wurde wirklich Zeit!
szmtag
provokant

von blackforest26 (250 Beiträge) 09.11.2009 04:25

wäre eine solche Verleihung, aber: man stellt sich vor, aus dem Preis könnte eine Stiftung entstehen gegen extremistische Gewalt aller Couleur! Egal von wo die Gewalt kommt, ob rechts, links oder auch religiös, sie darf auf keinen fruchtbaren Boden fallen!
szmtag
Markus Daum - Ein Karrierist

von Wunderpaule (5 Beiträge) 10.11.2009 22:26

Vor Jahren hat Markus Daum über seine Singener Seilschaft den Zuschlag für das Kreuz in der Parteizentrale der CDU in Berlin bekommen. Die CDU ist aber die Partei, die stets Mitglieder der alten verbrecherischen Eliten zu Widerstandshelden gemacht hat. Dabei waren Stauffenberg und seine Spießgesellen auch nur gemeine Kriegsverbrecher und Antisemiten, die so lange bei dem braunen Zauber mitgewirkt haben, bis ihnen das Wasser bis zum Halse stand und sie Angst um denselben bekommen haben.

In einem anderen Artikel zu diesem Thema lobt der Autor die Beflissenheit, mit der sich Herr Daum über das Leben Georg Elsers informiert hat. Hätte sich Herr Daum mit der gleichen Beflissenheit seiner eigenen Biographie kritisch zugewandt, hätten die Leichen in seinem Keller ihm nicht gestattet, den Auftrag für das Elser-Denkmal guten Gewissens anzunehmen.

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