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"Lübeck, wer sonst?"

26.02.2008
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Lübeck bewirbt sich wie Konstanz und Oldenburg um den Titel Stadt der Wissenschaft. Die Entscheidung fällt am Donnerstag in Jena. SÜDKURIER-Redakteurin Kirsten Schlüter hat sich vorab schon einmal in Lübeck umgesehen und mit Bürgermeister Bernd Saxe gesprochen.

Herr Saxe, Lübeck und Konstanz könnten ja geografisch in Deutschland kaum weiter auseinander liegen. Wo sehen Sie denn die größten inhaltlichen Unterschiede bei der Bewerbung?

Wir sind ja beide historische Städte. Wir haben eines gemeinsam, wir sind beide relativ junge Hochschulstädte.

Lübeck ist seit 40, 45 Jahren Hochschulstadt. Unterschiede liegen sicher auch in der Ausrichtung der Hochschule. Wir haben eine Hochschule, die ist sehr stark auf Medizin und Medizintechnik ausgerichtet. Wir haben eine Musikhochschule, eine Fachhochschule. Aber Unterschiede ergeben sich auch aus der Historie. Lübeck ist eine alte Hansestadt, die Königin der Hanse, wie man sagt.

Wer gewinnt den Titel Stadt der Wissenschaft?

Lübeck, wer sonst. Unser Konzept hebt ja sehr stark ab auf die Einbindung der Hochschulen in das städtische Leben, Kultur, Wirtschaft. Ich glaube, ein Vorteil ist schon, dass wir nicht abheben auf Veranstaltungen, die wir 2009 machen wollen und dann sind sie vorbei, sondern dass wir auf Projekte setzen, die lange laufen, deutlich über 2009 hinaus. Wir wollen nicht das einmalige Ereignis, sondern wir wollen dauerhaften Effekt.

Wie aufgeregt sind Sie jetzt so kurz vor dem Finale?

Ich muss gestehen, dass ich persönlich noch nicht sehr aufgeregt bin. Das hat damit zu tun, dass solche Auftritte für einen Bürgermeister ja doch eher zum Geschäft gehören. Aber ich spüre schon, dass in der Stadt die Aufregung und das Interesse zunehmen. Alle fragen, wie sieht’s denn aus, wie steht’s denn? Also es ist schon große Aufmerksamkeit da.

Bilder aus Lübeck


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