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Konstanz Litzelstetter sollen bei Ortsmitte mitreden

Ortschaftsrat wirbt bei Bürgern für Teilnahme an Workshop zur Ortsmitte. Die aber befürchten, dass sie in einem entscheidenden Punkt keinen Einfluss nehmen können.

„ Die Spurgruppe hat erst heimlich, dann unheimlich getagt“, witzelte der Litzelstetter Ortsvorsteher Heribert Baumann. Er ist begeistert vom Engagement und der Kreativität der Bürger, die den Beteiligungsprozess zur Entwicklung einer Ortsmitte so tatkräftig unter Moderation der Konstanzer Firma Translake vorantreiben.

Mittlerweile hat die Spurgruppe den Workshop, an welchem alle interessierten Litzelstetter teilnehmen können, vorbereitet. Er findet am Samstag, 1. Dezember, von 10 bis 15 Uhr im katholischen Gemeindehaus statt. „Anfangs gab es Irritationen“, sagte Heribert Baumann in der Ortschaftsratssitzung offen. Aber in der Lenkungsgruppe sei es gelungen, diese auszuräumen. „Die Vorstellungen, Ideen und Wünsche, die im Ort erarbeitet werden, werden in den Ausschreibungstext eingehen“, so Baumann. Ortschaftsrat Klaus Romer (FWG) blieb jedoch skeptisch, gerade was das zu bebauende Grundstück an der Martin-Schleyer-Straße anbelangt. „Die Befürchtung wurde an mich herange tragen, dass die Wobak schon ein fertiges Konzept vorliegen hat“, und somit die Wünsche der Bürger keinen Niederschlag finden würden. Heribert Baumann betonte nochmals, dass zugesichert wurde, dass „die Vorstellungen in die Vorgaben zum Architekten-Wettbewerb einfließen“. Die Wobak sei „mit im Boot“, so Wolfgang Himmel von Translake, und nehme ebenfalls mit einem Vertreter am Workshop teil. Himmel stellte klar: „Es geht nicht allein um das Gebäude. Es ist der Anlass, aber es geht um mehr.“ Schließlich sollte das gesamte Gebiet, von katholischem Gemeindehaus bis Milchhäusle und Schule, weiterentwickelt werden.

Die Wobak entwickle Projekte, um Geld zu verdienen, stellte auch SPD-Ortschaftsrat Jürgen Puchta klar. Es dürfe nicht passieren, meinte SPD-Ortschaftsrat Jürgen Puchta, dass sich die Bürger einbringen und von deren Ideen nichts umgesetzt werde. Heribert Baumann sprach Mut zu und warb bei den Bürgern, an dem Workshop teilzunehmen, ihre Ideen einzubringen und die Chancen, welche die Bürgerbeteiligung biete, zu nutzen.

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