Ayub - für die Mitglieder des Vereins "Studieren ohne Grenzen", allesamt Studenten an der Uni Konstanz, steht dieser Name für den erfolgreichen Abschluss monatelanger Projektarbeit. Denn jetzt ist er da, der 25-jährige Tschetschene, dessen dreijähriges Studium der Politikwissenschaft in Konstanz der Verein mit Spendengeldern finanzieren wird.
"Wir können stolz darauf sein, dass wir das geschafft haben und freuen uns sehr, dass Ayub jetzt hier ist", sagte Juliane Krüger, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, beim offiziellen Empfang auf dem Gießberg. Bei den Vertretern der Universitätsverwaltung und des Studentenwerks bedankte Juliane Krüger sich für die Unterstützung: "Wir sind überall mit offenen Armen empfangen worden, von der Verwaltung und dem Fachbereich kamen viele kreative und konstruktive Vorschläge." Besonders Unirektor Gerhart von Graevenitz, der auch Schirmherr des Vereins ist, habe sich sehr für das Projekt eingesetzt.
Bevor Ayub nach Deutschland reisen konnte, musste er sich gegen eine Reihe von Mitbewerbern um das Stipendium in Konstanz durchsetzen. Hinter dem Projekt steht die Idee, dass die aus Krisengebieten stammenden Stipendiaten nach dem Studium in Konstanz in ihre Heimat zurückkehren und dort selbst soziale Projekte in Angriff nehmen. Ayub möchte durch das Studium der Politik- und Verwaltungswissenschaft die nötigen Kenntnisse erwerben, um anschließend in seiner Heimatstadt Grosny ein Menschenrechtszentrum aufbauen zu können. Grosny wurde Ende der 90er Jahre von der russischen Armee fast vollkommen zerstört, noch immer werden Tausende verschleppte tschetschenische Rebellen vermisst.
