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Konstanz Leben am finanziellen Limit

30.11.2011


Wir helfen mit: Das Leben hat es mit ihnen nicht gut gemeint. Die Caritas bittet um Spenden für zehn Konstanzer in Not.

Konstanz – Mutter R. ist 50 Jahre alt und lebensgefährlich erkrankt. Die Krankheit schwächt sie. Sie benötigt Hilfen im Haushalt. Die Mehrausgaben fressen das knappe Budget auf. Ihr fehlt das Geld, ihrem 15-jährigen Sohn ein Weihnachtsgeschenk zu kaufen.

Auf eine Überbrückungshilfe hofft die 21-jährige Frau V. Ihr gelang es, sich über ein Caritas-Projekt von der Arbeitslosigkeit zu befreien. Ab Januar 2012 kann sie eine Ausbildung beginnen. Bis dahin lebt sie von Leistungen des Jobcenters. Mit Ausbildungsbeginn aber droht ein Finanzloch. Denn sie kann zwar eine Bafög-Förderung beantragen, mit der Bewilligung sei aber frühestens im März zu rechen, sagt Jochen Trautner von der Caritas.

Frau S. steht alleine da mit einem schwerbehinderten Fünfjährigen und einem Dreijährigen mit Entwicklungsverzögerungen. Der Vater hat die Familie verlassen. Er zahlt oft keinen Unterhalt. Frau S. kämpft jeden Tag gegen die Geldnot. Ihre kargen Finanzmittel werden von Fahrtkosten zu Untersuchungen ihrer Kinder zusätzlich belastet.

Kerr K. hat seine Hilfsbereitschaft teuer bezahlt. Er hat im Betrieb, in dem er früher angestellt war, mit Erspartem ausgeholfen, als die Geschäfte schlecht liefen. Der Chef habe neue Aufträge in Aussicht gestellt. Doch sie blieben aus. Bald fehlte Herrn K. selbst das Geld, um Miete und Unterhalt zu zahlen. Er landete auf der Straße. Aus Scham brach er den Kontakt zu seinen Kindern ab. Inzwischen hat er wieder ein Zimmer und eine Hilfsarbeit. Er würde gern nach Norddeutschland zu seinen Kindern fahren, um ihnen seinen zeitweisen Rückzug zu erklären. Die Fahrtkosten aber kann er sich nicht leisten.

Frau G. ist für ihren Freund von Asien nach Deutschland gekommen. Er hatte ihr die Heirat und ein besseres Leben versprochen. Die Frau hat mit ihm inzwischen zwei kleine Kinder. Doch der Freund kümmert sich nicht um sie und will nun auch nicht mehr heiraten. Frau G. muss ohne Sozialleistungen für ihre Kinder sorgen und kommt dabei immer wieder an finanzielle Grenzen.

Frau J. musste wegen einer Hörbehinderung ihren alten Beruf aufgeben. Sie war in Folge eines notwendigen, medizinischen Eingriffs entstanden. Inzwischen besucht sie eine Umschulung und wünscht sich sehnlich ein unauffälliges Hörgerät. Doch das kann sie sich nicht leisten.

Für Frau Z. wurde das Zusammenleben mit ihrem Partner zur Qual. Er gängelte die 62-Jährige, schränkte ihre Bewegungsfreiheit ein, hielt sich nicht an Absprachen, forderte nur immer Geld von ihrer kleinen Rente. Der Druck machte Frau Z. krank. Inzwischen hat sie sich etwas erholt. Sie kann in ihrer früheren Heimat in eine günstige Wohnung ziehen. Im Weg stehen Umzugskosten, die sie nicht aufbringen kann.

Familie L. hat durch eine vorübergehende Arbeitslosigkeit Schulden angehäuft. Sie versucht, diese abzuzahlen. Doch jetzt erwartet die Frau ein Kind. Der Familie fehlen die Mittel, um das Notwendigste fürs Baby anzuschaffen.

Menschen, die auf Leistungen vom Jobcenter angewiesen sind, geraten schnell bei Extraausgaben in Not. Bei Gabi C. ist eine unerwartet hohe Nebenkostenabrechnung, bei Familie B. mit drei Kindern eine Erkrankung.


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