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Konstanz Laube-Bäume fallen Autos zum Opfer

23.10.2012
Konstanz -  In Konstanz hat die Sanierung der größten Innenstadt-Straße begonnen. Die Abholzung mächtiger Linden und Platanen in der Laube erregt harsche Kritik.

Für den Umbau und die Sanierung des Stücks zwischen Schulstraße und Schnetztor wurden am Montagmorgen mit der Fällung zahlreicher Bäume begonnen. Dabei war hier auf der Höhe Paradiesstraße auch ein großer Autokran im Einsatz.  Bild: Hanser

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Autor
Jörg-Peter Rau


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Autofahrer, die nach und in Konstanz unterwegs sind, brauchen ab sofort noch ein bisschen mehr Geduld. Am Montag sind zwei prominente Baustellen hinzugekommen. An der Oberen Laube wird im Laufe der nächsten neun Monate der Belag erneuert, die Spuren verschoben, teilweise Gehwege verbreitert und der Parkplatz in der Straßenmitte neu organisiert. An der Reichenauer Waldsiedlung haben die Arbeiten für die Entschärfung der Abzweigungs-Kurve im Verlauf der Bundesstraße 33 begonnen. Zunächst gesperrt bleibt mit der Schneckenburgstraße zwischen Reichenau- und Max-Stromeyer-Straße eine weitere wichtige Verkehrsachse in der Stadt.

Linden und Platanen werden gefällt

Mehr als acht Jahre nach einem ersten Grundsatzbeschluss des Gemeinderats wurde die Obere Laube jetzt in Angriff genommen, weil sonst Fördermittel zu verfallen drohten. Mehrfach war die Straßen-Sanierung von der Politik auf die lange Bank geschoben worden, weil andere Vorhaben wichtiger erschienen. Mit dem Kreischen der Kettensägen, die einen Großteil der Linden und Platanen an dem markanten Straßenzug fällen werden, wurde auch harsche Kritik laut. Die Umweltverbände BUND und Nabu forderten von der Stadt Konstanz mehr Baumschutz ein. Antje Boll (BUND) und Martina Wunderle-Götz (Nabu) beklagten, die 80 bis 120 Jahre alten Bäume seien „vorgeschädigt durch den intensiven Verkehr.“ Sie beklagen: „Die Lebensqualität, die eine 100-jährige, schattenspendende Baumallee bietet, lässt sich leider nicht wieder herstellen.“

Bäume sind bis zu 120 Jahre alt

Für die gefällten Bäume wird Ersatz gepflanzt, wie die Konstanzer Stadtverwaltung bereits früher mitgeteilt hat. Während etliche der Platanen bereits geschädigt sind, müssen andere aber auch nur deshalb weichen, weil die Zahl der Parkplätze zwischen den beiden Laube-Fahrspuren nach einem Gemeinderatsbeschluss nicht wesentlich geringer werden darf. Obwohl die Stadt im Mai 2012 noch betonte, es werde „auf die Erhaltung des Altbaumbestandes besonderen Wert gelegt“, werden am Ende nach bisheriger Planung höchstens neun der bisher vorhandenen Bäume den Umbau der Straße überleben.

Langrfistig sollen Stellplätze einer Allee weichen

Der Umbau des rund 500 Meter langen Teilstücks zwischen Schulstraße/Stephansplatz und Schnetztor kostet nach bisherigen Schätzungen etwa 1,45 Millionen Euro, an der Stadt bleiben davon rund 650.000 Euro hängen. Es soll freilich nicht die letzte tiefgreifende Veränderung der Oberen Laube sein: Langfristig, so die Stadtverwaltung in einer Vorlage vom Mai 2012, sollen die Stellplätze dort – wie schon auf dem nach Norden anschließenden Stück – verschwinden. Die Voraussetzungen für eine Zeit, in der Fußgänger durch die neue Allee schlendern können, würden aber jetzt schon geschaffen.




Baustellen und Umleitungs-Tipps
  • Schneckenburgstraße: Das Stück zwischen Reichenau- und Max-Stromeyer-Straße zwischen Mediamarkt und Edeka ist seit Juni und noch bis in den Dezember hinein gesperrt. Dort werden neue Kanäle verlegt und dann die Fahrbahn erneuert. Alternativen für Autofahrer sind: Petershauser/Jahnstraße oder ins Industriegebiet am Neuwerk vorbei.
  • B 33: Die Erweiterung auf vier Fahrspuren zwischen der künftigen Abzweigung zur Westtangente (in Richtung Wollmatingen, Dettingen, Litzelstetten) ist fast fertig. An der Waldsiedlung hat der Umbau der Ampelkreuzung begonnen. Dort soll mit einer nicht mehr so engen Kurve in Richtung Konstanz und einer neuen Einfädelung des Verkehrs aus Richtung Wollmatingen der Verkehrsfluss verbessert werden. Bis Ende November gibt es aber erst mal Behinderungen. Investiert werden in das Provisorium (bis zum Gesamt-Ausbau der B 33 auf vier Spuren und Lärmschutztunnels) rund 200.000 Euro. Eine Umfahrung ist nur weiträumig möglich, über den Bodanrück.
 

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Liebe Frau Staudacher, im Kommentar zur Meldung sieht es mittlerweile etwas anders aus. mehr ...
Kommentar wurde gelesen. :-)
Sehr geehrter Herr Rügert,

Selbstverständlich ist mir der Inhalt des Kommentars ... mehr ...
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http://www.see-online. mehr ...
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