Der Manager ist mehr als zufrieden. Auf die Frage, wie es ihm denn gehe, sagt Peter Herrmann nur ein Wort: „Wunderbar!“ Der Chef des Einkaufszentrums Lago ist mit der in der Stadt lange umstrittenen Einkaufsmeile nicht nur in der ersten Liga angekommen, jetzt ist das Lago sogar Meister im bundesweiten Wettkampf. Beim „Shoppingcenter Performance Report“ stuften es die Mieter als bestes Haus in Deutschland ein. Nach Platz sieben im vergangenen Jahr nun also die Krönung. „Auf dieses Ergebnis schaut schon die ganze Branche“, sagt Herrmann. Er wird nach diesem Erfolg die Konstanzer demnächst einladen auf ein Freigetränk und einen kleinen Happen.
Die Befragung von Mietern in 400 deutschen Einkaufszentren führte die Firma Ecostra zum zweiten Mal durch. Dabei spielte der Vergleich zu anderen Centern, in denen die Mieter vertreten sind, eine Rolle. Daher werden die Ergebnisse als aussagekräftig gewertet. Das Lago liegt mit einer Durchschnittsnote von 1,62 vor dem Centro in Oberhausen (1,67) und dem Breuningerland in Sindelfingen (1,71). Und auch die anderen Größen der Branche hat man geschlagen, ob in Berlin, Frankfurt oder München. Bei der ersten Befragung erreichte das Lago eine Note von 1,85.
Der Erfolg kommt nicht von ungefähr, sagt Peter Herrmann. Während anfangs viele in der Stadt spekulierten, wann es die ersten Leerstände im Haus gibt, ist es nie soweit gekommen. Das Management hat bei Bedarf immer das passende Geschäft gesucht und gefunden. Er will auch weiter an der Infrastruktur nachbessern. So sollen die Toilettenanlagen erneuert werden, damit sie künftig mehr Kapazität bieten. Auch das Konzept der Ruhebereiche wird völlig überarbeitet.
Peter Herrmann sieht sein Haus aber nicht in einer Alleinstellung: „Die Konstellation mit der Konstanzer Innenstadt, der Altstadt und dem modernen Einkaufszentrum macht es aus.“ Das sieht auch der Großteil des Konstanzer Handels so. „Der Erfolg beruht auf Gegenseitigkeit, es ist ein ideales Wechselspiel“, sagt Ekkehard Greis, Vorsitzender des Treffpunkt Konstanz, die Interessengemeinschaft des Einzelhandels. Man sei froh über das Zentrenkonzept der Stadt, „weshalb das Lago in der Stadt angesiedelt ist nicht auf der grünen Wiese“. Er sieht nur die Verkehrsanbindung als großes Problem. Zumindest beim Parkraum wird nachgebessert, Ende 2012 wird die Erweiterung des Lago-Parkhauses in Angriff genommen. Nach einem Jahr Bauzeit sollen die 220 neuen Stellplätze zur Verfügung stehen.
In das Lago strömen durchschnittlich 27.000 Besucher am Tag, Insgesamt waren es im vergangenen Jahr rund 9,8 Millionen. Im Einkaufszentrum arbeiten in Voll- und Teilzeit sowie als Aushilfen rund 1200 Mitarbeiter.
Das Lago zieht jeden Tag tausende Menschen an: Täglich strömen durchschnittlich 27.000 Besucher in das Einkaufszentrum am Bodensee. Im Jahr 2011 waren es insgesamt rund 9,8 Millionen.

Alle Kommentare 