Konstanz - Seitdem in öffentlichen Gebäuden, Diskotheken und der Gastronomie nur noch in abgetrennten Räumen geraucht werden darf, spüren auch die Spielbanken den Besucherrückgang. "Allein im Automatenbereich haben wir Einbußen von 20 Prozent", sagt der Geschäftsführer der staatlichen Spielbanken in Baden-Württemberg, Peter Wolf. Auch bei klassischen Spielformen wie dem Roulette blieben die Gäste weg. "Etwa 70 Prozent der Spielbankkunden sind Raucher", so Peter Wolf.
Insgesamt mussten die landeseigenen Casinos in Stuttgart, Baden-Baden und Konstanz im vergangenen Jahr bei den Bruttospielerträgen ein Minus von 8,4 Prozent im Vergleich zu 2006 hinnehmen. "Konstanz ist dabei noch mit einem blauen Auge davongekommen", sagt Peter Wolf. Hier betrug das Minus nur 3,1Prozent. Das liege daran, dass sofort ein abgetrennter Raucherraum eingerichtet werden konnte. Wenn die Spielbanken Gastronomie anbieten, sind sie rechtlich als sogenannte gemischte Betriebe einzuordnen. Im Automatenspiel am Bahnhof darf demnach geraucht werden, weil hier keine Gastronomie besteht. Dennoch werde die Spielbank auch hier einen Nichtraucherbereich einrichten, so Wolf.
