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Konstanz Kraftvoller Rock aus heimischen Gefilden

26.01.2010
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Gute Musik aus nächster Nähe: Bei „Rock from the Region“ traten am Samstagabend im Kulturladen Konstanz drei vielseitige Rockbands aus dem Bodenseeland auf. Von der starken Konkurrenz durch andere Veranstaltungen, der sich der Kula erwehren musste, merkte man indes nichts. Das Festival erfreute sich großer Beliebtheit.

„Wir hoffen, wir konnten euch zeigen, dass auch regionale Bands gute Musik machen können“, verabschiedete sich die junge Radolfzeller Band Icon nach ihrem Auftritt. Bescheidenheit hatte die Truppe dabei gar nicht nötig, schließlich heizte sie dem Publikum als Opener mit modernem Alternative Rock, flächigem Gitarrensound und sphärischen Instrumentalpassagen ziemlich ein.

Auf Icon folgte die Kreuzlinger Band Amuke, mit deren Frontsängerin Petra Haas auch die einzige Frau des Abends auf der Bühne stand. Amuke, das ist Indie-Rock mit viel Gefühl. Ein besonderer Genuss ist die Stimme von Petra Haas, die gefühlvoll und kräftig zugleich sein kann. Die melancholischen Stücke „Missed Opportunities“ und „The Biggest Gun“ begeisterten die Zuhörer. Zum Abschluss spielten die Eidgenossen die Songs „Chinese Dream”, ein rhythmisches Stück mit asiatischen Einflüssen und zuletzt das gefühlvolle „The End of the World“, bei dem Haas‘ Stimme von sanften Gitarrenklängen begleitet wird.

Zur späten Stunde gaben sich die Headliner des Abends, Acoustical South aus Singen, die Ehre. Auch bei ihnen begann es ruhig, wie bei „Don't Need to Run“, doch bevor man sich mit den sanften Klängen arrangiert hatte, folgte im gleichen Stück bereits die kalte Dusche, im Sinne eines harten Gitarrensounds, eines aus voller Kehle röhrenden Leadsänger und auf der Bühne herumspringender Bandmitglieder. Anfangs noch alkoholischen Getränken zugewandt, griffen Michael Brauch und seine Bandmitglieder immer häufiger zur Wasserflasche, so ausgetobt hatten sie sich bereits nach wenigen Minuten. Für das lautstarke und kraftvolle „As Long As You Are There“ wurde Brauch durch die Stimmen seiner beiden Gitarristen Andreas Rossatti und Rene Müller unterstützt. Bevor die Singener den Heimweg antreten durften, forderte das Publikum aber noch lautstark Zugabe: Acoustical South ließ sich nicht zweimal bitten und spielte „The Pretender“, der Hit der amerikanischen Alternative-Band Foo Fighters, der die ohnehin bereits euphorisierte Menge vollkommen in Ekstase versetzte.

Dominik Hügle

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