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Konstanz Konzerthaus nimmt nächste Hürde

20.11.2009
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Die Mehrheit im Gemeinderat für das Konzert- und Kongresshaus auf Klein Venedig steht offenbar noch. Aus der Geheimsitzung gestern Abend wurde bekannt, dass mit zwei Bietergemeinschaften weiterverhandelt wird. Im Januar soll der Sieger-Entwurf vorgestellt werden.

Konstanz – Die Stadträte wurden zum Stillschweigen verdonnert, die am Wettbewerb teilnehmenden Unternehmen fordern Geheimhaltung, auch den Konzerthaus-Befürwortern geht langsam der Stoff aus, mit dem sie für das 48-Millionen-Euro-Projekt werben könnten. Die Bürger sollen erst im Januar erfahren, was mit ihrem Geld gebaut werden soll. Doch nach der nicht-öffentlichen Sitzung von gestern Abend scheint immerhin klar: Es wird mit zwei Bietergemeinschaften weiterverhandelt. Beide bestehen aus je einem Bauunternehmen, einem Architekturbüro (es sollen bekannte Namen dabei sein) und einem Betreiber für das ebenfalls geforderte Hotel.

Auf Nachfrage bestätigte Stadt-Sprecher Walter Rügert, dass drei Entwürfe aus dem Rennen geworfen wurden. Namen von unterlegenen oder erfolgreichen Firmen könne man wegen des Verfahrens nicht nennen, hieß es weiter. Selbst das Ringen um den Erst- und den Zweitplatzierten soll hinter verschlossenen Türen ausgetragen werden. Die Bürger bekommen nur den Entwurf präsentiert, den der Gemeinderat mehrheitlich trägt.

Dem Vernehmen nach sollen die Entwürfe in der Architektur sehr unterschiedlich sein. Ob eher seenah oder eher seefern gebaut werden soll, konnte Rügert gestern nicht sagen. Es deutet sich aber an, dass beide Varianten noch im Rennen sind. Die Architektur wird in den kommenden Beratungen eine zentrale Rolle spielen. Da die Kosten mit 48 Millionen Euro gedeckelt sind, dürften gestalterische, funktionale und ökologische Gesichtspunkte im weiteren Prozess die entscheidende Rolle spielen.

Der Anwalt Frank Meininger, der die Stadt bei dem ehrgeizigen Vorhaben berät, betonte: „Es soll kein Geheimprozess sein“. Es sei aber eine berechtigte Forderung aller Teilnehmer am Wettbewerb, dass ihre Namen nicht veröffentlicht würden und sie daher auch nicht als Verlierer gebrandmarkt würden. Überdies gelte es zu verhindern, dass die einzelnen Bietergemeinschaften voneinander abkupfern könnten. Nach dem nächsten Schritt werde die Öffentlichkeit intensiv eingebunden, versprach auch Rügert. Der Rat soll am 28. Januar das nächste Mal mit dem Thema befasst werden.

Großes Online-Dossier zum Thema:

www.suedkurier.de/konzerthaus

"Geheimsitzung" läßt ja tief blicken...
Von unbekannt
Man kann als einziges sich denken, dass hier schon wieder gemauschelt wird.
apropos Geheimsitzung
nur zur Erinnerung: Unser grüner OB ist 1996 mit dem Versprechen "gläsernes Rathaus" angetreten ...
Für wen denn ein Konzerthaus bauen ?
Von unbekannt
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