KonstanzKonzerthaus nimmt nächste Hürde [28]
Die Mehrheit im Gemeinderat für das Konzert- und Kongresshaus auf Klein Venedig steht offenbar noch. Aus der Geheimsitzung gestern Abend wurde bekannt, dass mit zwei Bietergemeinschaften weiterverhandelt wird. Im Januar soll der Sieger-Entwurf vorgestellt werden.
Bisher noch etwas nebulös: Was auf Klein Venedig genau geplant ist, ist Geheimsache. Auch die Kampagne der Befürworter läuft eher schleppend.
Konstanz – Die Stadträte wurden zum Stillschweigen verdonnert, die am Wettbewerb teilnehmenden Unternehmen fordern Geheimhaltung, auch den Konzerthaus-Befürwortern geht langsam der Stoff aus, mit dem sie für das 48-Millionen-Euro-Projekt werben könnten. Die Bürger sollen erst im Januar erfahren, was mit ihrem Geld gebaut werden soll. Doch nach der nicht-öffentlichen Sitzung von gestern Abend scheint immerhin klar: Es wird mit zwei Bietergemeinschaften weiterverhandelt. Beide bestehen aus je einem Bauunternehmen, einem Architekturbüro (es sollen bekannte Namen dabei sein) und einem Betreiber für das ebenfalls geforderte Hotel. Auf Nachfrage bestätigte Stadt-Sprecher Walter Rügert, dass drei Entwürfe aus dem Rennen geworfen wurden. Namen von unterlegenen oder erfolgreichen Firmen könne man wegen des Verfahrens nicht nennen, hieß es weiter. Selbst das Ringen um den Erst- und den Zweitplatzierten soll hinter verschlossenen Türen ausgetragen werden. Die Bürger bekommen nur den Entwurf präsentiert, den der Gemeinderat mehrheitlich trägt. Dem Vernehmen nach sollen die Entwürfe in der Architektur sehr unterschiedlich sein. Ob eher seenah oder eher seefern gebaut werden soll, konnte Rügert gestern nicht sagen. Es deutet sich aber an, dass beide Varianten noch im Rennen sind. Die Architektur wird in den kommenden Beratungen eine zentrale Rolle spielen. Da die Kosten mit 48 Millionen Euro gedeckelt sind, dürften gestalterische, funktionale und ökologische Gesichtspunkte im weiteren Prozess die entscheidende Rolle spielen. Der Anwalt Frank Meininger, der die Stadt bei dem ehrgeizigen Vorhaben berät, betonte: „Es soll kein Geheimprozess sein“. Es sei aber eine berechtigte Forderung aller Teilnehmer am Wettbewerb, dass ihre Namen nicht veröffentlicht würden und sie daher auch nicht als Verlierer gebrandmarkt würden. Überdies gelte es zu verhindern, dass die einzelnen Bietergemeinschaften voneinander abkupfern könnten. Nach dem nächsten Schritt werde die Öffentlichkeit intensiv eingebunden, versprach auch Rügert. Der Rat soll am 28. Januar das nächste Mal mit dem Thema befasst werden. Großes Online-Dossier zum Thema:
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Und das zurecht.
Wie kann eine provinziale Kleinstadt, die im Kleinen dermassen spiesserisch ist und beispielsweise Einzelhändlern verbietet mehr als zwei Fenster ihres Geschäfts mit dem Firmenschriftzug zu bekleben oder Häuslebauern vorzuschreiben, ob sie braune oder schwarze Ziegel verwenden dürfen, sich zu erdreisten so zu tun, als sei man eine weltoffene Multikulti-Metropole, die ohne ein Kongresshaus nicht überleben könnte. Dabei hat man noch nichtmal Kleinprojekte wie eine Bahnhofsbrücke im Griff, was soll dann erst passieren, wenn es um 50 Mio geht!?
Unfassbar, ehrlich!
Ihr Kommentar war vielleicht noch vor 5 Jahren berechtigt. Mittlerweile hat sich KN von einer provinziellen Kleinstadt ein ganzes Stück in Richtung Kulturstadt mit vergleichsweise grossem Einzugsgebiet entwickelt. Nicht immer läuft das reibungslos, wie an unsrem Theater schön zu sehen, wo einige Inszenierungen grausiges, andere jedoch sehr gutes Niveau haben. Die Südwestdeutsche Philharmonie, ein wirklch gutes Orchester, ist allerdings im klanglich miserablen Konzil nun wirklich schlecht aufgehoben. Das sehen zumindest die Leute, die ich kennem ähnlich. Ich wäre also vorsichtig, wenn ich der Gesamtbevölkerung negative Stimmen unterstelle. Ich findes es gut, wenn Nägel mit Köpfen gemacht werden, d.h. ein sinnvolles Konzept umsetzen anstatt es totdiskutieren. Das haben wir nun lange genug gemacht!
Meine Meinung, das Krankenhaus und unsere Kinder gehen klar vor.
Der Standort ist so umstritten, dass er anscheinend nur noch auf diese Weisde durchgedrückt werden kann. Denn wenn die gesamte Planung schlussendlich kostenintensiv schöngemalt auf dem Tisch liegt, kann man ja keinen Rückzieher mehr machen. Dann wird gebaut, egal was es am Ende kosten wird. Über den Stau durch die dann verkehrsberuhigte Flaniermeile am Bahnhof und entlang der Bodanstraße spricht man lieber auch nicht mehr.
Das ist Konstanzer Kommunalpolitik!
Konzerthaus unbedingt ja, aber warum denn nicht am Seerhein? Weitere Büros, zusätzliche Gastronomie und überteuerte Wohnungen sollen dort notwendiger sein?
Geheimsitzungen, damit das Euch gewählte Volk nicht auf die Finger schaut???
Das Volk für dumm verkaufen, und letztlich den Reibach untereinander ausmachen: Hosen runter, wer von Euch profitiert von einem Bau am meisten? Fliesenleger? Sanitär? Innenausbau? usw.
Wer von Euch sitzt im Gemeinderat und sieht an erster Stelle das Geschäft, und dann erst das Wohl des Bürgers?
Zuerst kommt das Fressen und dann die Moral.
Na, auch am liebsten Kugelschreiber bestellt?
Und der Bürger steht meistens dabei und schaut zu. Vielleicht gibt ihm das Lokalblatt noch die Gnade, per Leserbrief Öffentlichkeitsarbeit für seinen alternativen Standpunkt zu machen; aber die wirklich bedeutenden Entscheidungen entziehen sich seinem Einfluß...
Die Deutschen lieben es nun einmal zu jammern, zu motzen und jedem Verantwortlichen immer unlautere Motive zu unterstellen.
Mich wundert es, dass das Wort der finanziellen Bereicherung noch nicht gefallen ist, nachdem unsere Stadträte ja irgendwas um die EUR 300 pro Monat erhalten.
Hört endlich auf zu jammern und macht selbst mal was.
P.S. Nein, ich bin weder im Stadtrat noch in sonst einem politisch aktiven Verband/Zirkel/Partei.
Oder wird das mittlerweile einfach bestimmt?
Konstanz sei keine provinzielle Kleinstadt? Sind Sie schon mal in einer richtigen Stadt gewesen und über die kreisgrenzen hinausgekommen?
Konstanz ist immer noch tiefste Provinz am A.... der Welt.
das Konzerthaus wird nicht von der Mehrheit der Bevölkerunf unterstütz und ist absoluter Grössenwahn des provinziellen Stadtrats.
a) Die Folgen der Wirtschaftskrise überwunden sind
b) Ausreichend sichere Einkünfte zu erwarten sind (in KN unsicher, da kaum Industrie vorhanden)
c) Die Standortfrage korrekt gelöst ist (Klein Venedig ist indiskutabel)
d) Die Stadtplanerpfeifen ausgewechselt sind gegen kompetente Planer. Dass die jetzigen es nicht können, zeigt die Bahnbrücke.
Also: Z.Zt. absolut kein Grund, den Bau zu befürworten.
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