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Konstanz

Konstanzer unterstützen intergativen Kindergarten in Serbien

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Besuch aus Pancevo: Um integrative Hilfen im Raum Konstanz kennenzulernen, kamen Milika Vukašinovic (von links), Marija Jovic und Nataša Milojevic an den Bodensee.
Rindt

Schulen und Kindergärten in Baden-Württemberg gehören nicht gerade zu den Vorreitern der gemeinsamen Bildung von Behinderten und Nichtbehinderten. Für die Sonderpädagogin Milika Vukašinovic, die Ergotherapeutin Marija Jovic und die Psychologin Nataša Milojevic ist Konstanz dennoch die erste Adresse, um sich zum Thema Integrationshilfen fortzubilden. Denn zur Bodenseestadt haben sie eine besondere Beziehung. In Pancevo (Serbien) arbeiten die drei Frauen im integrativen Kindergarten „Veliki Mali“ (die großen Kleinen), dessen Aufbau die Bodenseestadt durch eine Anschubfinanzierung ermöglicht hat. Konstanz gab seit dem Jahr 2000 rund 18 000 Euro für soziale Projekte in Pancevo und vermittelte auch andere Geldgeber. Konstanz legte so den Grundstein für die herausragende Entwicklung von „Veliki Mali“.

Der Kindergarten ist inzwischen im ganzen Land als Anlaufstelle für Fragen zum Umgang mit behinderten und entwicklungsgestörten Kindern bekannt. Die Fachleute von „Veliki Mali“ arbeiten daran, den Integrationsgedanken weiter zu tragen. Sie setzten sich dafür ein, dass Serbien im Gesetz festschreibt, was in Deutschland schon gilt: Jedes behinderte Kind hat ein Recht auf Bildung. Erste Schritte in diese Richtung versprechen sich die Mitarbeiter von „Velki Mali“ durch eine Gesetzesinitiative. Sie wurden gebeten, dazu Vorschläge einzureichen. Als ersten Erfolg wertet Nataša Milojevic, dass Lehrer nun für einzelne Schüler Bildungspläne aufstellen können.

 

„Die Vielfalt der Unterstützung hier ist beeindruckend“, sagen die drei Besucherinnen über die Integrationseinrichtungen hierzulande. Den Frauen fällt auf, wie strukturiert die Bildung ist. „Hier ist man Teil des Systems, wenn man die Integration macht.“ „Veliki Mali“ arbeitet unter ganz anderen Bedingungen. „Wir haben weiter Projektstatus.“ Jedes Jahr muss der integrative Kindergarten bangen, ob das Stadtparlament nochmals Gelder für den Weiterbestand gibt. Feste Stellen für die integrativ arbeitenden Kollegen gibt es nicht. Vieles basiert auf ehrenamtlichem Engagement und stetig ist Veliki Mali auf der Suche nach neuen Unterstützern. 40 Kinder haben schon die integrativen Gruppen durchlaufen und werden nun auch in der Schule weiter begleitet. Heinz Classen von der Friedensinitiative hatte sich für eine Projektpartnerschaft mit Pancevo eingesetzt. „Auch die menschliche Unterstützung war wichtig“, betonte Nataša Milojevic im Gespräch mit Walter Rügert, Sprecher der Stadt Konstanz. Die Lehrerin Ingrid Maurer aus Meersburg freut sich, dass die Zusammenarbeit auf fachlicher Ebene eine Fortsetzung findet.

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KOMMENTARE [1]
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szmtag
Bin ja sonst nicht so

von unbekannt 05.11.2009 18:40

Aber zumindest die Uberschrift sollte fehlefrei sein...

Oder fehlt etwa in meinem Fremdwortschatz "intergativ"??

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Autor: Claudia Rindt
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