Konstanz Konstanzer Studenten und ihr einwöchiger Ausflug in die virtuelle Zukunft

Studenten der Konstanzer HTWG tauchen tief in eine virtuelle Welt ein und präsentierten ihre spannenden Ergebnisse.

Studierende der HTWG haben einen einwöchigen Ausflug in die Zukunft unternommen. In einem Hackathon haben sie Anwendungen für die HoloLens entwickelt – eine Brille, die dem Träger ermöglicht, seine Umwelt angereichert mit virtuellen Informationen zu sehen, wie die Hochschule in einer Pressemeldung mitteilt. Es war ein Experiment, zu dem das Open Innovation Lab der Hochschule eingeladen hatte: Fünf Tage lang zusammenarbeiten – mit Kommilitonen, die man noch nicht kennt, zu einem Thema, das man noch nicht weiß, mit einem Medium, von dem man nur vom Hörensagen nähere Informationen hat. 33 Studierende haben sich darauf eingelassen.

„Die Studierenden hatten die Aufgabe, für die Microsoft HoloLens Anwendungen zu entwickeln“, sagt Moritz Simsch, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Open Innovation Lab und Initiator des Hackathons – einer Kombination von Hack und Marathon. Diese Brille ermöglicht die Einblendung virtueller Informationen, zum Beispiel dreidimensionale Hologramme, in die reale Umwelt. Die Ergebnisse übertrafen die Erwartungen bei weitem. Die Studierenden schafften es sogar, mit der Qualität ihrer Arbeit den Produktmanager der HoloLens aus dem Europa-Headquarter von Microsoft zu überraschen. Michael Zawrel, der zur Abschlusspräsentation angereist war, gratulierte ihnen, ihre Freizeit „extrem sinnvoll investiert“ zu haben. Er sieht in der neuen Technologie das Potential, den Alltag der Zukunft grundlegend zu verändern. Die „mixed reality“ erfordere zudem Fachkräfte, die kreativ und interdisziplinär zusammenarbeiten – genau die Fähigkeiten, die die Studierenden während des Hackathons bewiesen hatten.

Die Faszination für die Möglichkeiten der neuen Technologie war der gemeinsame Nenner der Teilnehmer. „Ich fand es faszinierend, dass keine Gruppe aufgegeben oder in Konflikt geraten ist“, sagt Moritz Simsch. Die Studierendenteams organisierten sich erfolgreich selbst, tauschten untereinander Fachkenntnisse aus und formulierten regelrechte Stellenausschreibungen für Posten, die in ihrem Team noch für den angestrebten Erfolg zu besetzen waren. Schon am ersten Tag hatte eine Gruppe ihre eigene „Forschungs- und Entwicklungsabteilung“ aufgebaut.

„Die virtuelle Welt bietet ganz neue Möglichkeiten, da muss man erstmal etwas um die Ecke denken“, sagt Moritz Simsch. Gerade das hat die Teilnehmer gereizt: „Ich bin hier, weil ich Leute aus anderen Fachbereichen kennenlernen will, die andere Kompetenzen, aber das gleiche Interesse mitbringen wie ich“, erläuterte Nina Marquardt ihre Motivation. Die Kommunikationsdesign-Studentin im siebten Semester hatte die Technologie bereits während ihres Praxissemesters kennengelernt und möchte auch ihre Bachelor-Thesis dazu schreiben. „Man hat Zugang zu Technologien, die man sich normalerweise nicht leisten kann“, sagte Informatikstudent Benedict Roth. (sk)

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