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Konstanz Konstanz trauert um Alt-Dekan Norbert Schäffauer

26.09.2011
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Der Konstanzer Alt-Dekan Norbert Schäffauer ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Der langjährige Münsterpfarrer war sehr beliebt in der Stadt.

Konstanz – Er war Priester durch und durch. Norbert Schäffauer lag die Seelsorge am Herzen, ihm waren die Menschen wichtig. Der Konstanzer engagierte sich sehr für die Jugendarbeit, so hatte er einmal den „schwindenden Mut zur Erziehung“ beklagt. Der Priester suchte stets das Gespräch mit jungen Menschen, die Weitergabe des christlichen Glaubens war ihm wichtig. Hinzu kam eine karitative Ader, lange Jahre war er Vorsitzender des Caritasverbands Konstanz. Gesellschaftlich engagierte er sich zudem als Präses der Kolpingfamilie, als geistlicher Beirat des katholischen Vereins DJK Konstanz und als Stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat der Vincentius-Klinik. Der in Konstanz geborene Norbert Schäffauer fand stets auch kritische Worte, wenn ihm gesellschaftliche Tendenzen missfielen.

Nach dem Abitur am Suso-Gymnasium studierte Norbert Schäffauer in Freiburg und Luzern. Die Priesterweihe erhielt er 1962 durch Erzbischof Hermann Schäufele. Nach mehreren Stationen kam der Konstanzer 1974 als Pfarrer nach St. Suso, 1988 schließlich ans Münster. Er übernahm im selben Jahr als Nachfolger von Monsignore Emanuel Frey das Amt des Dekans.

Schäffauer liebte „sein“ Münster sehr. Nicht nur als Ort des Gottesdienstes, all die Schätze im Gotteshaus hatten es ihm angetan. So erzählte er einmal, wie stolz er darauf sei, die gotische Madonna aus dem Jahr 1350 nach langem Kampf wieder zurück in die Kathedrale geholt zu haben. Die Krypta war sein Lieblingsort im Münster, er zog sich oft dorthin zurück.

Als Pfarrer engagierte sich Schäffauer vielfältig in der Stadt. Er hielt Religionsunterricht im Ellenrieder-Gymnasium, war Mesnerseelsorger, Aufsichtsrats-Vorsitzender der St. Marienhaus gGmbH, Aufsichtsrat der Telefonseelsorge und des Studentenwohnheims Albertus-Magnus-Haus. Für seinen Einsatz wurde Norbert Schäffauer mehrfach ausgezeichnet. Von der Stadt erhielt er die Ehrennadel. Die Kirche ernannte ihn 1992 zum Ehrendomherrn.

Norbert Schäffauer ging 2005 in den Ruhestand. Durch eine schwere Erkrankung musste er kürzer treten, diente aber nach wie vor seiner Kirche, so oft es möglich war. Unter anderem betreute er Altenheime seelsorgerisch.

Nun ist er nach schwerer Krankheit in seiner Wohnung in Allmannsdorf gestorben, wie sein Nachfolger Dekan Mathias Trennert-Helwig berichtete. Das Requiem für Norbert Schäffauer findet am Donnerstag, 29. September, um 12.15 Uhr in St. Suso statt, anschließend wird er um 13.45 Uhr auf dem Hauptfriedhof beerdigt.

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