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Konstanz Konstanz nimmt Abschied von einem Baumriesen

Der Mammutbaum in Allmannsdorf ist Geschichte: Am Sonntag wurde auch der Stamm des Riesen gefällt, die Zufahrt zur Insel Mainau ist wieder frei. Wie die Experten mit viel Technik und Können dem Schnee und tonnenschweren Lasten trotzten.

Am späten Sonntagvormittag war alles vorbei. Nach mehrstündigen Arbeiten sind die Reste des Stadtbild prägenden Mammutbaums vor der Kirche St. Georg in Konstanz-Allmannsdorf endgültig verschwunden. Für viele Anwohner war es ein schwerer Tag: Der Baum hat sie durch ihr ganzes Leben begleitet. Dass er krank war, stellt niemand in Abrede. Dennoch ist die Trauer um den prominenten Baum direkt an der Zufahrt zur Fähre und an der Straße in Richtung Mainau groß.


Die Straßensperrung wurde am Sonntag gegen 10.30 Uhr wieder aufgehoben. Da waren die Teile des Stamms schon abtransportiert, einige davon sollen auf die Insel Mainau kommen, wie es am Sonntag hieß. Dort gibt es die größte Sammlung von Bäumen der Gattung Sequoia im weiten Umkreis. Der Stammrest macht deutlich, wie gewaltig diese Bäume werden können: Kurz über der Wurzel hatte der Baum aus Allmannsdorf einen Durchmesser von rund 1,80 Meter.

Bis zu zehn Tonnen wiegen die Einzelteile des Stamms, die Fachleute mit riesigen Kettensägen von einer Hubbühne aus abtrennten. Von oben wurden die Abschnitte von einem 100-Tonnen-Autokran gehalten, dafür legten die Forstexperten schwere Ketten um den Stamm. In Zentimeterarbeit legten sie dann die Teilstücke in große Mulden, die mit dem Lastwagen abtransportiert wurden. Trotz starken Schneefalls gingen die Arbeiten schneller voran, als es die Technischen Betriebe geplant hatten. Auch wenn die bestehende Baumscheibe gesund aussehe, habe zur Fällung aus Sicherheitsgründen keine Alternative bestanden, sagte Andreas Radon von den TBK.

Die gewaltige Wurzel des Mammutbaums ist noch an Ort und Stelle. Die TBK erklärten, die letzten Reste des Baums würden in nächster Zeit mit einer Fräse entfernt. Dabei wird die Wurzel zertrümmert, die Späne landen im Recycling. Am Frühjahr soll an den alten Standort dann eine Silberlinde gepflanzt werden. Bis sie so groß ist wie der jetzt gefüllte Baum, dürften die Kinder, die die Arbeiten am Sonntag verfolgt haben, wohl im Großeltern-Alter sein.

 

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