Konstanz Konstanz: Ehrung eines gefragten politischen Kommentators

Ein Symposium ehrte Wolfgang Seibel, Professor an der Uni Konstanz, der vor kurzem 60 Jahre alt wurde.

Dass das Symposium zum 60. Geburtstag von Wolfgang Seibel in der Stadt und nicht oben auf dem Gießberg stattfand hatte fast symbolischen Charakter. Der Professor für Innenpolitik und Öffentliche Verwaltung an der Universität Konstanz ist keiner, der es sich im Elfenbeinturm bequem gemacht hat. Wolfgang Seibels „Klartext in politischen Fragen“, so Dirk Leuffen, Sprecher des Fachbereichs Politik- und Verwaltungswissenschaft, wisse man zu schätzen.

Patrick Kenis, Dekan an der Antwerp Management School, und Friedrich Breyer „Alt-Dekan“ der Sektion Politik – Recht – Wirtschaft unterstrichen dies in ihren Grußworten. In der Tat ist Wolfgang Seibel als Kommentator der Gegenwartspolitik bei regionalen und überregionalen Medien gefragt. So diskutierte er im Konstanzer Theater gemeinsam mit dem schwedischen Autor Henning Mankell und dem SPD-Politiker Frank-Walter Steinmeier zum Thema Afrika, so äußerte er sich zu Stuttgart 21, zum Ankauf von „Steuersünder-CDs“, zum Privatkredit des damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff und jüngst zum Fall Hoeneß.

Die Podiumsdiskussion zu Ehren des Jubilars widmete sich mit ihrem Thema „Organisationsversagen: Zum Scheitern staatlicher und internationaler Verwaltungen“ einem der wichtigsten Forschungsschwerpunkte Seibels, der seit 1990 an der Uni Konstanz forscht und lehrt.

Einer der Teilnehmer, Peter Schumann, erwähnte denn auch, dass es Wolfgang Seibel zu verdanken war, dass einige Konstanzer Studierende das Thema Konfliktmanagement durch internationale Verwaltungen vor Ort studieren konnten – im Rahmen der UN-Friedensmission im Kosovo.

Mit der Nähe zur Praxis korrespondiert bei Wolfgang Seibel die große nationale und internationale Wertschätzung im Kreis seiner Fachkollegenschaft. So ist er unter anderem Mitglied in der angesehenen Heidelberger Akademie der Wissenschaften und war zweimal zeitweiliges Mitglied des Institute für Advanced Study in Princeton. Im Sommer 2014 wird er als Gastprofessor an der Stanford University lehren.

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